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Der Internet-Hype erfasst Theokraten in Morgen- und Abendland: Papst Benedikt twittert und seit vergangener Woche verfügt auch Irans Revolutionsführer Ayatollah Seyed Ali Khamenei über eine offizielle Facebook-Seite. Und das, obwohl Facebook im Iran der Zensur unterworfen und ohne technische Hilfsmittel nicht verfügbar ist. Entsprechend hat sein Mitarbeiterstab die mögliche Resonanz auf den PR-Schachzug als sehr gering eingeschätzt. Die am 13. und 14. Dezember geposteten Inhalte waren zudem eher dröger Natur: auf zwei Reden des Theologen wurde hingewiesen und ein Foto, das angeblich ihn 1962 in Gefolgschaft des großen Ajatollah Ruhollah Khomeini zeigt, veröffentlicht.
Schon Stunden später brach eine Welle gehässiger, dadaistischer und teils hasserfüllter Kommentare über die Seite herein – eine Moderation der Beiträge gibt es bislang nicht. Während zahlreiche Nutzer versuchten zu belegen, dass das Foto unmöglich Khamenei zeigen könne, brachen andere politische Debatten vom Zaun, oder versuchten schlicht Smalltalk mit ihrem religiösen Führer zu betreiben.
Eine Nutzerin mit bewusst aufreizendem Profilfoto kokettiert: »Wie geht es Dir? Ich vermisse deine Reden in Maschhad. Ich weiß, dass du das liest. Wollte Dir nur sagen, dass du ein guter Mensch bist.« Ein anderer schreibt lakonisch: »Kommentiert hier bloß nicht. Morgen früh exekutieren sie uns alle.«
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Wirtschaft
Wirtschaftseinbruch im Sudan
18.07.2012
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Iran, Türkei und die Sanktionen
13.07.2012
Das türkisch-iranische Handelsvolumen ist nach Inkrafttreten des jüngsten Öl- und SWIFT-Embargos drastisch gewachsen. Die Islamische Republik ist dazu übergegangen, ihr Öl gegen türkisches Gold zu handeln.
Deutsches Bier im Irak
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Deutsches Bier wird zwischen Erbil und Basra immer beliebter. Die beiden Unternehmer Gelan Khulusi und Horst Martsch exportieren es in den Irak. Ihre Kunden finden sie in der wachsenden zahlungskräftigen Mittelschicht.
Kuwait in der Krise
05.07.2012
Die hohen Öleinnahmen dürften Kuwaits Wirtschaftswachstum auch künftig sichern. Der Strukturwandel zu einer diversifizierten Volkswirtschaft mit dynamischem Privatsektor und mehr ausländischem Engagement scheint aber vorerst zu scheitern.
Israel prüft den Bau künstlicher Inseln
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Israel will binnen Jahresfrist die technische Durchführbarkeit des Baus von künstlichen Inseln für große Infrastrukturprojekte ermitteln. Bei etwaiger Realisierung hätte Israel technische und ökologische Herausforderungen zu bewältigen.
Vorbild Soziale Marktwirtschaft
20.06.2012
Der Irak will sein Wirtschaftssystem umbauen. Viele im Land fürchten sich vor einer radikalen Liberalisierung nach amerikanischem Vorbild. Die GIZ macht deswegen Werbung für die gute alte soziale Marktwirtschaft.
zenith Edition
Reaching for the Sun?
The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East