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Montag, 21.05.12, 12:28

Irak: Kurdistan kündigt eigene Pipeline an

Die Kurdische Autonomieverwaltung will künftig direkt Öl in die benachbarte Türkei exportieren und dafür eine neue Pipeline anlegen. Das verkündete Ölminister Ashti Hawrami am Sonntag in Erbil.
Nach den Plänen soll in einer ersten Phase ab Oktober Öl vom Ölfeld Taq Taq transportiert werden, bis August 2013 soll die Verbindung zur Kirkuk-Ceyhan-Pipeline mit einer Kapazität von 1 Million Fass pro Tag realisiert werden. Ein separates Vorhaben sehe zudem eine direkte Verbindung zu den Raffinerien im türkischen Hafen Ceyhan bis 2014 vor.
Seit Anfang April verschlechtern sich die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Bagdad und Erbil zusehends. Im Zentrum der Streitigkeiten sind dabei wieder einmal die noch immer nicht vollends geklärten Abkommen über Ölexport und -gewinnverteilung. Seit dem 1. April hat die Kurdische Autonomieverwaltung den Ölexport Richtung Bagdad eingestellt – entgegen der Verpflichtung, für das Haushaltsjahr 2012 täglich 175.000 Fass am Tag bereitzustellen.
Erbil hatte den Schritt mit ausbleibenden Zahlungen aus Bagdad begründet. Insgesamt fordert die Autonomieregierung 1,5 Milliarden US-Dollar, die die Zentralregierung den in Kurdistan operierenden Firmen schulde. Bagdad wiederum wirft den Firmen und der Autonomieverwaltung vor, illegale Verträge zu unterzeichnen und zudem Öl undeklariert in den Iran zu schmuggeln. Der langjährige Ölminister Hussein Shahristani kritisierte zudem, dass die Region Kurdistan durch den verfassungsmäßig festgelegten Verteilungsschlüssel bereits jetzt weit mehr Einnahmen erhalte, als ihm durch die tatsächliche Ölproduktion zustünden.
Hawrami betonte, dass die Autonomieverwaltung nach Aufnahme des direkten Exports an dem bisherigen Verteilungsschlüssel festhalten wolle und das ausgeführte Öl »irakisch« sei.

Die Kurdische Autonomieverwaltung will künftig direkt Öl in die benachbarte Türkei exportieren und...

Freitag, 11.05.12, 15:17

Kuwait: Sondertribunal stellt Ermittlungen gegen Ex-Premier ein

Ein Sondertribunal, das Kuwaits Generalstaatsanwalt Ende Februar damit beauftragt hatte, Korruptionsvorwürfe gegen den ehemaligen Premierminister des Landes, Scheich Nasser al-Sabah, zu prüfen, hat die Ermittlungen eingestellt. Das gab der Anwalt des Ex-Regierungschef, Nawaf Al-Fuzai, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt. Grund dafür sei die mangelnde Beweislage.
Dem sechsmaligen Premier und Neffen des Emirs wird vorgeworfen, Staatsgelder in Höhe von 200 Millionen US-Dollar auf ein ausländisches Privatkonto transferiert zu haben. Hätte das Tribunal die Vorwürfe für stichhaltig befunden, drohte Nasser al-Sabah ein Verfahren wegen Veruntreuung.
Allerdings ermittelt in der gleichen Sache noch immer ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. Dessen Vorsitzender, Faisal Al-Mislem, hatte wenige Tage zuvor verlautbaren lassen, dass während Nasser al-Sabahs Amtszeit insgesamt 313 Millionen US-Dollar transferiert worden seien und dass »das Geld teilweise nicht im öffentlichen Interesse verwendet« worden sei.
Die Opposition, die bei den Parlamentswahlen Anfang Februar eine Mehrheit erringen konnte, hatte das Thema Korruption zu einem ihrer Hauptwahlkampfthemen erkoren und fordert eine umfassende Untersuchung aller beschuldigten Regierungsmitglieder.

Ein Sondertribunal, das Kuwaits Generalstaatsanwalt Ende Februar damit beauftragt hatte,...

Mittwoch, 09.05.12, 14:33

KUBRI 2012 eröffnet am 11. Mai

Zum zweiten Mal stellen sich Unternehmen und Hochschulen aus Europa und den arabischen Ländern in München vor und informieren über ihre Stellen- und Studienangebote in der MENA-Region. Der Eintritt für Besucher ist frei

Nach der Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr organisiert das »EuroArab Centre for Education« (EACE) am 11. und 12. Mai 2012 im M,O,C, Veranstaltungscenter in München die zweite Europäisch-Arabische Karriere- und Bildungsmesse KUBRI. Neben Stellenangeboten und Praktika in oder mit Bezug zu den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens (MENA-Region), werden insbesondere Studiengänge unter Beteiligung arabischer Hochschulen vorgestellt.

»Insbesondere die Länder Nordafrikas und die GCC-Staaten sind in diesem Jahr verstärkt auf der KUBRI vertreten und bieten eine Vielzahl an beruflichen und akademischen Chancen für interessierte Besucher«, so Ulrich Mayer, Mitgründer des EACE.

Parallel zum Messebetrieb informiert ein Besucherprogramm über aktuelle Entwicklungen und besonders über die beruflichen und akademischen Chancen in der Region. Das Programm reicht von Podiumsdiskussionen, über Ausstellerpräsentation bis hin zu einer Fotoausstellung über die Vereinigten Arabischen Emirate.
Auch zenith ist auf der diesjährigen KUBRI vertreten. Am 11. Mai um 12 Uhr moderiert zenith-Herausgeber Daniel Gerlach die Podiumsveranstaltung »Wirtschaft, Journalismus und die arabische Welt«, diskutieren werden dort Christoph Ehrhardt (FAZ), Florian Amereller (Amereller Legal Consultants), Carsten Kühntopp  (ehem. Nahost-Korrespondent der ARD) und Jürgen Hogrefe (h.c. hogrefe consult).
www.kubri.eu

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Mittwoch, 09.05.12, 12:35

Bangladesch: Kritik nach Clinton-Besuch

US-Außenministerin Hillary Clinton ist mit ihren Äußerungen zur Absetzung des Gründers der Grameen Bank Muhammad Yunus auf Unmut gestoßen.
Clinton hatte im Rahmen einer mehrtägigen Südasien-Reise Station in Dhaka gemacht und am Sonntag gesagt, sie hoffe, dass »sowohl die Arbeit von Muhammad Yunus wie auch der Grameen Bank nicht von der Regierung untergraben« werde.
Yunus hatte die Bank mit dem Mikrokreditsystem 1983 gegründet und dafür 2006 den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Im April 2011 wurde der heute 71-Jährige allerdings von seinem Posten entfernt – offiziell aus Altersgründen, da Yunus das Höchstalter von 60 Jahren längst überschritten hatte. Yunus hatte gegen die Entscheidung, die er politisch motiviert sah, geklagt, war aber vor Gericht unterlegen.
Bangladeschs Finanzminister A.M.A. Muhith kritisierte Clinton nun scharf. Ihre Aussage mache keinen Sinn, da der Staat zu 25 Prozent an der Grameen Bank beteiligt sei und außerdem keinerlei rechtliche Schritte gegen Yunus eingeleitet worden seien. Zudem sei der Betrieb im vergangenen Jahr auch ohne Yunus ohne Probleme weitergelaufen, so Muhith.

US-Außenministerin Hillary Clinton ist mit ihren Äußerungen zur Absetzung des Gründers der Grameen...

Freitag, 27.04.12, 15:38

Niger: Streik auf der Baustelle für Afrikas größte Uranmine

Die Arbeiten an Afrikas größter Uranmine im nigrischen Imouraren liegen seit Mittwoch auf Eis. Grund für den zunächst auf eine Woche angelegten Streik sind Forderungen der Arbeiter nach besseren Arbeitskonditionen, und -zeiten.
Imouaren wird vom französischen Konzern Areva entwickelt, der bereits seit 50 Jahren in der einstigen französischen Kolonie Niger Uran fördert. Die Mine in Imouraren liegt in einem Gebiet mit den größten weltweit vermuteten Uranvorkommen und soll planmäßig 2014 fertig gestellt sein.
Die Gewerkschaft Syntramines warnte bereits, den Streik notfalls auf alle von Areva betriebenen Minen in Niger auszudehnen, sollten die Forderungen der Arbeiter nicht erfüllt werden. Insgesamt 4.000 Tonnen Uran fördert der Konzern im Niger – und ist damit der wichtigste Zulieferer für die französische Atomindustrie.

Die Arbeiten an Afrikas größter Uranmine im nigrischen Imouraren liegen seit Mittwoch auf Eis....

Donnerstag, 26.04.12, 14:04

Iran: Bewässerung der Wüste mit Wasser aus dem Kaspischen Meer?

Khatam al-Anbia, ein Unternehmen der Revolutionsgarden, plant, die iranische Zentralwüste über Leitungen aus dem Kaspischen Meer zu bewässern. Die Kosten für das Projekt sollen sich auf etwa 1 Milliarde US-Dollar belaufen.
Wie iranische Zeitungen berichten, sollen nach Fertigstellung des Projektes jährlich 500 Millionen   Kubikmeter Wasser aus dem Kaspischem Meer in Fabriken entsalzt und in Dürregebiete im Zentraliran fließen, wo es vor allem als Trinkwasserreservoir und zur industriellen Kühlung dienen soll. Insgesamt soll sich das Kanalnetz über 3500 Kilometer ziehen. In den kommenden zwei Jahren soll in einer ersten Phase Wasserleitungen ins zentraliranische Semnan – die Heimatstadt von Mahmud Ahmadinejad – gelegt werden.
Sinn und Nutzen des Bewässerungsprojekts sind allerdings umstritten. Auf der Internetseite Jam-e-Jam Online fragt man sich: »Plan oder Traum?« und veröffentlicht dazu die Meinung des Geografen Parviz Kardavani. Er hält das neue Projekt für eine alte Vision, die schon unter dem Schah in verschiedener Form geplant, aber letztlich nie realisiert werden konnte. Statt solch kostspieliger Megaprojekte solle doch vor allem in wassersparende Anwendungen investiert und der Wasserverbrauch gesenkt werden.
Die Zeitung Abrar wiederum zitiert Abgeordnete aus den nordiranischen Städten Noshahr und Chalous, die bemängeln, dass dem Projekt die notwendige sachkundige Begutachtung und nicht zuletzt Finanzierungskredite fehlen würden.

Khatam al-Anbia, ein Unternehmen der Revolutionsgarden, plant, die iranische Zentralwüste über...

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Die Schweizer Konten der Diktatoren

21.05.2012

Nach dem Sturz der Machthaber in Nordafrika sperrte die Schweiz mehr als eine Milliarde Franken. Die libyschen Gelder sind schrittweise freigegeben worden, doch die Vermögen aus Tunesien und Ägypten warten noch auf ihre Rückgabe.

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Die ehrgeizig begonnene Aufarbeitung der Korruption gerät ins Stocken. Die schwebenden Verfahren gegen wichtige Geschäftsleute verunsichern Investoren. Für die Regierung hat inzwischen die Wiederbelebung der Wirtschaft Vorrang.

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Projekt Staudamm im Irak

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Die Bauer Gruppe aus dem bayerischen Schrobenhausen soll den Staudamm in Mosul sanieren. Der endgültige Vertrag mit demWasserministerium steht jedoch noch aus. Hans-Joachim Bliss erzählt, woran das liegt.

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Kuwaits Entsorgungswirtschaft

03.05.2012

Ein Brand auf einer »wilden Halde« löst im April eine hochtoxische Wolke in Kuwait aus. Doch das Emirat hat nicht nur ein Altreifenproblem. Die gesamte Müllentsorgung muss umweltverträglich umgestaltet werden.

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Gas-Lieferstopp zwischen Ägypten und Israel

24.04.2012

Der Stopp der ägyptischen Gaslieferungen nach Israel ist Folge eines Wirtschaftsstreits, der Ägypten jedoch innenpolitisch gerade sehr gelegen kommt. Aus ökonomischer Sicht ist die Situation für Ägypten eine Katastrophe.

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