Quick News Politik

Freitag, 03.02.12, 17:02

Ägypten: Fußball-Idol Aboutrika beendet Karriere

Ägyptens populärster und erfolgreichster Fußballer Mohamed Aboutrika hat am Tag nach dem tragischen Tod von über 70 Menschen im Stadium von Port Said angekündigt, seine Karriere mit sofortiger Wirkung zu beenden. Gleiches erklärten Aboutrikas Teamkollegen Emad Motaeb und Mohamed Barakat im Vereinsfernsehen von Ahly TV. Auch Trainer Manuel Jose bat den Kairoer Klub, ihn aus seinem Vertrag zu entlassen.
Der offensive Mittelfeldspieler spielt seit 1997 für al-Ahly Kairo, den Klub, dessen Fans den Großteil der Opfer vom Mittwoch zu beklagen haben. In den vergangenen Jahren hatte Aboutrika entscheidenden Anteil an den Erfolgen von al-Ahly und der ägyptischen Nationalmannschaft. Für seinen Verein schoss er in 155 Spielen 75 Tore, im Dress der Nationalmannschaft erzielte er 26 Tore in 78 Einsätzen. 2006, 2008 und 2010 gewann Ägypten den Africa Cup of Nations, im Finale 2008 gelang Aboutrika das spielentscheidende Tor gegen Kamerun.
Bei der IFFHS-Wahl des populärsten Fußballers der Welt belegte er in den Jahren 2007 und 2008 jeweils den 1. Platz, 2008 war er Afrikas Fußballer des Jahres. In Ägypten gehört Aboutrika zu den bekanntesten und beliebtesten Personen des öffentlichen Lebens überhaupt.

Ägyptens populärster und erfolgreichster Fußballer Mohamed Aboutrika hat am Tag nach dem tragischen...

Freitag, 03.02.12, 16:05

DAAD-Bildungsprogramm für Ägypten und Tunesien

Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat in einer Presseerklärung die Rahmenbedingungen seines »Transformationsprogramms« für die post-revolutionären Staaten Ägypten und Tunesien bekannt gegeben. Die jüngste Initiative ist Teil eines nach den Umbrüchen im vergangenen Jahr angekündigten Vorhabens der Bundesregierung, um gesellschaftlichen Wandel zu unterstützen.


Die Organisation fördert unter anderem den Aufbau deutsch-arabischer Hochschulkooperationen. Universitäten können sich ab sofort um Fördermaßnahmen für bilaterale Masterstudiengänge bewerben, von denen zwei schließlich Förderung erhalten sollen. Ab dem Wintersemester 2013 sollen Studenten, die anteilig zu mindestens zwei Dritteln aus Ägypten oder Tunesien stammen, an deutschen Universitäten eine Ausbildung erhalten.


Deutschen Studenten steht im Rahmen des Programms ein maximal einsemestriger Aufenthalt an einer Partneruniversität offen. Insgesamt sollen 40 Studenten pro Semester Förderung erhalten.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat in einer Presseerklärung die Rahmenbedingungen seines...

Freitag, 03.02.12, 14:08

Somalia: Shabaab verlieren Schlüsselstadt an kenianische Truppen

Die kenianische Armee und verbündete somalische Truppen haben nach heftigen Gefechten die Stadt Badhaadhe eingenommen, wie ein Armeesprecher gegenüber der britischen BBC bestätigte.
Seitdem die kenianische Armee in Reaktion auf Anschläge und Entführungen auf ihrem Territorium ins nördliche Somalia einmarschiert ist, waren größerer Erfolge ausgeblieben – in den vergangenen Wochen war bereiteten zudem starke Regenfälle dem Vormarsch des Armeetrosses Probleme.
Die Einnahme Badhaadhes erscheint somit als dringend benötigter Erfolg in Kenias Kampagne gegen die Shabaab-Milizen, die nahezu den gesamten Süden Somalias kontrollieren. Zum einen ist die wichtigste Versorgungsroute der Islamisten damit abgeschnitten, zum anderen können die Shabaab nunmehr schwer im Landesinneren rekrutieren.
Obwohl es explizit nicht ausgegeben ist, scheint die Hafenstadt Kismayo das Hauptziel der kenianischen Militäroperation zu sein. Die größte Stadt im Süden der Kontrolle der Shabaab zu entziehen, wird in den nächsten Wochen das Hauptziel der kenianischen Offensive sein, während zugleich äthiopische Truppen vom Ogaden-Gebiet nach Osten und Süden drängen.
Auch in politischer Hinsicht ist die Einnahme der Schlüsselstellung im Süden ein wichtiger Erfolg für die sonst kaum funktionierende Übergangsregierung in Mogadischu, am Freitag besuchte mit William Hague erstmals seit 20 Jahren wieder ein britischer Außenminister die somalische Hauptstadt.

Die kenianische Armee und verbündete somalische Truppen haben nach heftigen Gefechten die Stadt...

Freitag, 03.02.12, 12:38

Mali: Tuareg-Rebellion im Norden, Proteste in Bamako

Die Lage im Sahel-Staat Mali scheint in den vergangenen Woche immer mehr zu eskalieren. Nach vereinzelten Zusammenstößen Ende 2011 entwickelt sich in den Wüstenregionen nahe der Grenze zu Algerien, Niger und Libyen eine Neuauflage der Tuareg-Rebellion, die zuletzt 2009 unter libyscher Mediation befriedet worden war.
Seit Beginn des Jahres kristallisiert sich allerdings heraus, dass die malische Armee nicht in der Lage ist, militärisch die Oberhand zu gewinnen. Aus der Provinzhauptstadt Ménaka in Gao wird vermeldet, dass den Streitkräften die Munition ausging, die Opferzahlen – welche offiziell nicht bekannt gegeben wurden – waren vergleichsweise hoch.
Seit Anfang Februar schlägt sich die Eskalation im Nordosten auch in der Hauptstadt Bamako wieder. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sei die Metropole am Niger seit zwei Tagen »wie paralysiert«. Hunderte wütende Demonstranten setzten auf den Straßen Reifen in Brand und umstellten den Präsidentenpalast. Viele der protestierenden Angehörigen von malischen Soldaten werfen der Regierung Versagen bei der Aufstandsbekämpfung vor und machen sie für die ungewöhnlich hohen Verluste verantwortlich.
Zudem mehren sich die Anzeichen für ein Aufflammen von Animositäten zwischen den Volksgruppen aus dem Norden und Süden rund um Bamako. Aus den Städten Kati und Segou wird von Übergriffen auf Geschäfte und Häuser dort lebender Tuareg berichtet. Unmittelbar darauf trat Präsident Amadou Toumani Touré vor die Kameras und rief im Staatsfernsehen seine Landsleute auf, diejenigen,die Militärbasen und Städte angreifen, nicht mit »unseren arabischen, Tuareg-, Songhai- und Fulani-Mitbürgern« zu verwechseln.

Die Lage im Sahel-Staat Mali scheint in den vergangenen Woche immer mehr zu eskalieren.

Freitag, 03.02.12, 11:48

Kuwait: Opposition gewinnt Parlamentswahlen

Oppositionelle Kräfte haben bei den Parlamentswahlen in Kuwait die Mehrheit der Sitze erringen können, wie die offiziellen Ergebnisse zeigen. Insgesamt 34 der 50 zu erringenden Mandate ging an Oppositionsblöcke. Die letzten Wahlen 2009 endeten noch mit einem Patt zwischen regierungsfreundlichen -kritischen Kräften im Parlament. Bei der insgesamt vierten Wahl innerhalb von sechs Jahren war die Wahlbeteiligung noch einmal von 58 auf 62 Prozent gestiegen.
Die größten Zuwächse verzeichneten islamistische Kräfte, die 23 im Vergleich zu 9 Sitzen im Jahr 2009 gewannen. Die islamistischen Kandidaten – Parteien sind in Kuwait nicht zugelassen – profitierten am meisten vom bestimmenden Wahlkampfthema Korruption, das Ende Dezember zur Auflösung des Parlaments, Entlassung des langjährigen Premiers Nasser Al Sabah und den Neuwahlen führte. Liberale Kräfte konnten mit dem gleichen Thema weniger punkten und stellen in der Nationalversammlung künftig nur noch zwei statt fünf Abgeordnete.
Auch die Schiiten – etwa 30 Prozent der Bevölkerung – verloren zwei Sitze und sind nun mit sieben Abgeordneten vertreten. Einen noch herberen Rückschlag erlebten die weiblichen Kandidaten: Kein der 23 Bewerberinnen schaffte den Sprung ins Parlament, auch die bisherigen vier weiblichen Angeordneten verloren allesamt ihr Mandat.

Oppositionelle Kräfte haben bei den Parlamentswahlen in Kuwait die Mehrheit der Sitze erringen...

Donnerstag, 02.02.12, 18:46

Ägypten: Nach Gewalt von Port Said setzt Al-Ahly den Spielbetrieb aus

Der Fußballklub al-Ahly Kairo wird den Spielbetrieb bis auf Weiteres aussetzen. Das gab der Vereinsvorsitzende Hassan Hamdy am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Außerdem kündigte der Klub an, den Spielort Port Said für die nächsten fünf Jahre boykottieren zu wollen.
Am 1. Februar hatten Bewaffnete während der Partie al-Masry Port Said - Al-Ahly Kairo das Spielfeld gestürmt und die mitgereisten Fans des ägyptischen Rekordmeisters aus Kairo angegriffen. Dabei kamen über 70 Menschen ums Leben, über 1.000 wurden verletzt.
Am Tag danach hatte Premier Kamal al-Ganzuri den Vorstand des Ägyptischen Fußballverbandes, sowie den Gouverneur und den Sicherheitschef von Port Said entlassen. Ahly-Präsident Hamdy nannte die Maßnahmen »nicht ausreichend« und forderte, dass »alle diejenigen, die für die Gewalt verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen« werden müssten.
Am Nachmittag und Abend des 2. Februar zogen tausende Demonstranten, Ahly-Fans, aber auch Unterstützer des Rivalen Zamalek, in Richtung des Innenministeriums. Über Twitter vermeldeten Demonstranten den Einsatz von Tränengas durch die Sicherheitskräfte und die gewaltsame Räumung der Mohammed Mahmoud-Straße.

Der Fußballklub al-Ahly Kairo wird den Spielbetrieb bis auf Weiteres aussetzen.

Politik

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Pressefreiheit in der Türkei

04.02.2012

Neben dem Rekordwinter kennt die Türkei momentan nur ein Thema: Die massive Verhaftungswelle gegen Journalisten und Akademiker. Führt Premier Erdogan das Land zurück in dunkle alte Zeiten?

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Tote und Verletzte bei Fußballspiel in Ägypten

02.02.2012

Die Fans von al-Ahly sprechen vom »Massaker von Port Said«, in Kairo liegen nach dem Tod mindestens 74 Menschen die Nerven blank. Hat der Militärrat den Gewaltexzess nicht nur zugelassen, sondern sogar forciert?

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Netanjahu gewinnt Vorsitz des Likud

01.02.2012

Benjamin Netanjahu hat am vergangenen Dienstag zum fünften Mal seit 1993 den Vorsitz des Likud gewonnen. Israels Ministerpräsident kann nun entspannt auf das innenpolitische Tohuwabohu blicken, meint Dominik Peters.

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Proteste im Senegal

30.01.2012

Abdoulaye Wade hofft am 26. Februar auf seine Wiederwahl als Präsident des Senegal. Doch die Jugendbewegung, die Wade einst an die Macht brachte, verweigert ihm die Gefolgschaft. Der Amtsinhaber ist nervös.

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Urnengang im Iran

26.01.2012

Am 2. März wird im Iran ein neues Parlament gewählt. Die wichtigsten Parteien der Reformer boykottieren die Wahl. Trotzdem haben die Hardliner um den religiösen Führer Ayatollah Khamenei Sorgen, dass die Wahl zu Protesten führen könnte.

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Jahrestag der Revolution

23.01.2012

Kurz vor dem Jahrestag der Revolution ist Kairo ein politisches Pulverfass: Muslimbrüder bilden Menschenketten um das Parlament, Salafisten sorgen für einen Eklat – und der Militärrat will »Märtyrer-Medaillen« vergeben, die keiner will.

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Tod in Beirut

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