
zenith-Fotopreis
Gordon Welters
Die andere Seite
Für die meisten Deutschen findet die Begegnung mit Muslime ausschließlich in den Massenmedien statt. Doch gerade beim Thema Islam fällt es Journalisten oft schwer, Schubladen nicht zu öffnen und Klischees nicht zu bedienen. Denn die visuelle Berichterstattung ist auf sichtbare Kennzeichen, wie z.B. die Kopftücher muslimischer Frauen angewiesen. Doch ein zweiter Blick kann dem Betrachter durchaus farbige und interessante Lebenswelten eröffnen. Auf diese Weise können Brücken entstehen, die helfen, im Alltag einander besser zu verstehen.
Sinem Gökser
»Little Istanbul« in der Bayerischen Hauptstadt
Mit Blick auf die katholische Paulskirche in der Ludwigvorstadt und nur einen Katzensprung von der Münchner Wiesn entfernt, ist seit den 1970er Jahren das Viertel »Little Istanbul« entstanden. An diesem Ort können Muslime ihre aus der früheren Heimat gewohnten Produkte kaufen, sich in ihrer Muttersprache bei Ärzten, Apotheken, Banken oder Bestattungsunternehmen beraten lassen oder einfach Freunde treffen. Viele Münchner wissen mittlerweile die Vielfalt dieser Läden zu schätzen und scheuen sich nicht, einen Ausflug in dieses Viertel zu wagen.
Maria Xerisoti
In meiner Nachbarschaft
Im Rahmen des Kunstprojektes »Heimat. Fremde. Heimat.« ist meine Fotoarbeit mit dem Titel »Weltreligionen in meiner Umgebung – Judentum, Christentum, Islam« 2003 in Hagen entstanden. Die türkische DITIB-Zentral-Moschee in meiner damaligen unmittelbaren Nachbarschaft gab mir ohne Bedenken schnell die Möglichkeit. Als Frau und dabei ohne Kopftuch den Gebetsraum der Männer zu betreten und darüber hinaus die Gläubigen beim Gebet zu fotografieren, wird für mich eine unvergessliche und unheimlich positive Erfahrung bleiben.
Iris Blunder
In Ludwigshafen tanzen die Derwische
Die Idee ist eine Glaubensgemeinde, den Verein »Harmonie der Herzen« zu portraitieren und in seiner Ganzheitlichkeit darzustellen. Es handelt sich um Derwische und Sufis. Die Gruppe hat verschiedenste Aktivitäten in den unterschiedlichsten Bereichen. So agiert der Verein zusammen mit der Stadt, setzt sich für Jugendliche und Kinder ein, hat Beziehungen zur türkischen Regierung, fördert die Integration durch Sprachkurse in Ludwigshafen und hat eben auch ein ganz normales alltägliches Leben. Alltag, Glaube, Interaktion und Integration.
Yavuz Arslan
Auf Streife zwischen den Welten!
Auf Posten für die Toleranz: Der 34-jährige Muslim Yildiray Kara, Polizeikommissar, ist ein Wanderer zwischen beiden Kulturen - und ein Paradebeispiel für eine gelungene und harmonische Integration. Prügelnde Jugendliche, kriminelle Ausländer, Kluft der Kulturen: In seinem Revier in Gelsenkirchen kämpft der türkischstämmige Polizeikommissar für den sozialen Frieden – auch unter Einsatz seines Lebens.
Das zenith-Jahresheft

zenith-Jahresheft: Das Nahost-Album 2011
Gewinner und Verlierer, Israelis und Palästinenser, Gesichter des Arabischen Frühlings und Menschen, von denen wir noch hören werden. Sowie zum letzten Mal: Gaddafi.
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Exodus aus dem Heiligen Land
Die Sendung »60 Minutes« auf CBS darüber, warum immer mehr palästinensische Christen Jerusalem und Bethlehem verlassen.
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