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Abu Dhabis Staatsfonds fasst Russland ins Auge: Ein Vertragswerk zwischen beiden Staaten befreit die arabische Investitionsbehörde von allen russischen Steuerpflichten. Bislang mussten Investoren 20 Prozent Steuern auf Aktien- und Unternehmensgewinne und 15 Prozent auf Zinserträge zahlen. Moskau erhofft sich mit diesem Schritt mehr internationale Geldgeber anzuziehen.
Die staatliche Investitionsgesellschaft Abu Dhabis ADIA ist mit einem geschätzten Kapitalvolumen 400 bis 600 Milliarden US-Dollar einer der einflussreichsten Finanzakteure auf dem Weltmarkt. Die Behörde besitzt Anteile an Unternehmen hauptsächlich in Europa und den USA – nicht immer fuhr man mit dieser Strategie gut: Ein sieben Milliarden Dollar Investment in die US-amerikanische Citybank verlor im Zuge der Immobilienkrise rund 90 Prozent seines Wertes.
Konkrete emiratisch-russische Projekte sind bislang noch nicht bekannt. Diesen Monat feiern beide Staaten sowohl das 40-jährige Jubiläum beidseitiger diplomatischer Beziehungen, wie auch die staatliche Fluglinie Etihad seit genau drei Jahren Moskau ansteuert. Rund 200.000 Passagiere wurden seitdem auf dieser Route transportiert und die Emirate sind zu einem beliebten Reiseziel für russische Urlauber aufgestiegen.
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