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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben mit Wut und Unverständnis auf einen Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad auf der zwischen beiden Ländern beanspruchten Insel Abu Musa reagiert.
Außenminister Scheich Abdullah bin Zayed al-Nahyan sprach von einer »Verletzung der Souveränität« und beklagte, dass die der Iran die beiderseitigen Bemühungen zur Verbesserung des bilateralen Verhältnisses zunichte mache.
Tatsächlich schlug Ahmadinejad bei seinem Kurzbesuch auf dem kleinen Eiland in der Straße von Hormuz bewusst nationalistische Töne an, betonte die Zugehörigkeit Abu Musas zum iranischen Kulturkreis und hob besonders auf die Verwendung des Namens »Persischer Golf« ab, der von den meisten arabischen Staaten und insbesondere den VAE abgelehnt wird.
Der Streit um die 12 Quadratkilometer große Insel, ihre etwa 2.000 Bewohner und 5 unbewohnte Nachbarinseln reicht zurück in die Staatsgründung der VAE, als die britische Kolonialmacht die sieben Emiraten 1971 in die Unabhängigkeit entließ. Auf Abu Musa stationierte britische Truppen zogen sich schnell zurück und überließen den Truppen des Schahs die Kontrolle. Auch die Islamische Republik Iran erhebt weiterhin Anspruch auf die besetzte Insel.
Über die Vermittlung der Vereinten Nationen einigten sich der Iran und das Emirat Scharja zwar auf eine Ko-Verwaltung, 1992 wies man jedoch alle Nicht-Iraner aus und erklärte Abu Musa zum militärischen Sperrgebiet. Die neuerliche Auseinandersetzung um die Insel erklärt sich in erster Linie durch ihre strategische Lage in der Straße von Hormuz, die besonders für den Iran bei einer möglichen Blockade der Handelswege von überragender Bedeutung wäre.
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