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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Lieferverträge mit insgesamt sechs Unternehmen zur Versorgung künftiger Nuklearmeiler abgeschlossen. Insgesamt belaufen sich die Abkommen auf einen Wert von 3 Milliarden US-Dollar.
Da die VAE selber weder Uran anbauen, noch aufbereiten und anreichern, hat die staatliche Emirates Nuclear Energy Corporation (ENEC) internationale Unternehmen mit dem Aufbau der kompletten Lieferkette beauftragt, die das erste emiratische Atomkraftwerk ab 2017 versorgen soll.
Der französische Areva-Konzern und Tenex aus Russland sollen Uran-Konzentrat bereitstellen, ConverDyn aus den USA und der britische Urenco-Konzern die Aufbereitung übernehmen. Uranium One aus Kanada und die australische Rio-Tinto-Gruppe schließlich liefern Uran. Bereits Anfang August hatten Australien und die VAE ein Abkommen zur »friedlichen Nutzung der Kernenergie« unterzeichnet.
Australien ist weltweit der drittgrößte Uran-Exporteur, 40 Prozent aller Vorkommen werden im australischen Outback vermutet. Allerdings nutzt Australien selbst keine Kernenergie – kein einziges Atomkraftwerk steht auf dem fünften Kontinent. Dass sich daran auch mit dem Lieferabkommen mit den VAE nichts ändern soll, stellte Carr in Abu Dhabi nochmals ausdrücklich fest.
Die VAE haben sich in den vergangen Jahren insbesondere Technologie und Knowhow in der Nutzung der Kernenergie konzentriert. Ende 2009 ergatterte ein südkoreanisches Unternehmen einen Auftrag mit einem Volumen von 75 Milliarden Dirham für den Bau von insgesamt vier Kernkraftwerken. Insgesamt wollen die VAE in den kommenden 15 Jahren zehn Kernkraftwerke errichten. Neben Südkorea bestehen dafür Kooperationsverträge mit Frankreich, den USA und Großbritannien.
Weniger erfolgreich ist man am Golf hingegen bisher auf der Suche nach Abkommen zur Endlagerung von nuklearen Brennstäben. Bisher hat keines der Partnerländer Bereitschaft gezeigt, künftig Atommüll aus den Meilern am Golf aufzunehmen.
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