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Die Vereinigten Arabischen Emirate schreiten mit ihren Plänen für den Ausbau der Kernenergienutzung voran.
Bei seinem Staatsbesuch in Abu Dhabi soll Australiens Außenminister Bob Carr nun ein Abkommen zur »friedlichen Nutzung der Kernenergie« unterzeichnet haben. Obwohl Details noch nicht veröffentlicht wurden, handelt es sich im Wesentlichen um einen Vertrag zur Rohstofflieferung.
Australien ist weltweit der drittgrößte Uran-Exporteur, 40 Prozent aller Vorkommen werden im australischen Outback vermutet. Allerdings nutzt Australien selbst keine Kernenergie – kein einziges Atomkraftwerk steht auf dem fünften Kontinent. Dass sich daran auch mit dem Lieferabkommen mit den VAE nichts ändern soll, stellte Carr in Abu Dhabi nochmals ausdrücklich fest.
Die VAE wiederum haben sich in den vergangen Jahren insbesondere Technologie und Knowhow in der Nutzung der Kernenergie konzentriert. Ende 2009 ergatterte ein südkoreanisches Unternehmen einen Auftrag mit einem Volumen von 75 Milliarden Dirham für den Bau von insgesamt vier Kernkraftwerken. Insgesamt wollen die VAE in den kommenden 15 Jahren zehn Kernkraftwerke errichten. Neben Südkorea bestehen dafür Kooperationsverträge mit Frankreich, den USA und Großbritannien.
Weniger erfolgreich ist man am Golf hingegen bisher auf der Suche nach Abkommen zur Endlagerung von nuklearen Brennstäben. Australien schloss eine entsprechende Rücklieferungsklausel explizit aus, auch andere potenzielle Lieferländer haben bisher keine Bereitschaft gezeigt, künftig Atommüll aus den Meilern am Golf aufzunehmen.
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