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Usbekistan ist zum insgesamt zweiten Mal aus dem Staatenbund »Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit« (OKVS) ausgetreten, wie die russische Zeitung Kommersant mit Berufung auf diplomatische Kreise in Taschkent berichtet.
Über die genauen Gründe herrscht noch Unklarheit. In russischen Medien wird der Austritt als Annäherung des usbekischen Präsidenten Karimow an die USA gedeutet, die über den zentralasiatischen Staat den Abzug aus Afghanistan verhandeln und dafür umfangreiche Wirtschaftshilfen in Aussicht stellen.
Die von Russland dominierte Staatengruppe ehemaliger Sowjetrepubliken und GUS-Nachfolger umfasst damit derzeit neben der Führungsmacht die Staaten Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan. Bereits 1999 zogen sich Aserbaidschan und Georgien aus dem Bündnis zurück – ebenso wie Usbekistan, das aber 2006 wieder eintrat. Gegründet wurde die »Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit« (OKVS) bei einem Treffen 1992 – ausgerechnet in der usbekischen Hauptstadt Taschkent.
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