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20.08.2012

USA: Terrorismus-Report listet erstmals Siedlergewalt auf


Erstmals haben die USA Gewalt radikaler jüdischer Siedler als »terroristische Vorfälle« beschrieben. Der »Country Reports on Terrorism 2011« verzeichnet, dass »Angriffe extremistischer israelischer Siedler gegen palästinensische Einwohner, Besitz und religiöse Einrichtung« weiter anhielten. Des Weiteren führt der Bericht eine Reihe von »terroristischen Vorfällen auf«, unter anderem die Schändung eines muslimischen Friedhofs in Jerusalem im November 2011 sowie mehrere so genannte »Preisschild«-Graffiti im Dezember 2011.

 

Nach Angaben des UN Office for Humanitarian Affairs (OCHA) ist die Siedlergewalt im Zeitraum 2009 bis 2011 um 144 Prozent gestiegen, 90 Prozent der berichteten Übergriffe seien von der israelischen Polizei jedoch nicht weiter verfolgt worden.

 

Während Übergriffe gewaltbereiter Siedler meist aus dem Westjordanland und Ostjerusalem gemeldet werden, sorgt nun der Angriff auf einen palästinensischen Teenager in der Altstadt von Jerusalem für Schlagzeilen. Der 17-jährige Jamal Julani war in der vergangenen Woche nahe des Damaskus-Tores von einem Mob jüdischer Jugendlicher lebensbedrohlich verletzt worden. Gegenüber der Jerusalem Post äußerte einer der festgenommenen Teenager, dass er die Tat nicht bereue und jederzeit wiederholen würde.



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