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Dennis Mitchell, US-Sondergesandter für den Nahen Osten, soll sich bereits am morgigen Samstag von seinem Posten zurückziehen.
Das berichten übereinstimmend die Nachrichtenagenturen AP und Reuters unter Berufung auf offizielle Quellen im Weißen Haus.
Der 77-jährige Mitchell hatte sich fast zweieinhalb Jahre vergeblich um signifikante Fortschritte im Nahost-Friedensprozess bemüht. US-Präsident Barack Obama hatte den Posten des Nahost-Sondergesandten im Januar als eine der ersten Amtshandlungen geschaffen und damit die israelisch-palästinensische Annäherung oberste außenpolitische Priorität zugestanden.
Mitchell hatte sich in den 1990er Jahren als Sondergesandter der Clinton-Regierung in Nordirland und Wegbereiter des »Karfreitagsabkommens« 1998 einen Namen gemacht. Im Nahost-Friedensprozess konnte Mitchell hingegen keinen Durchbruch erzielen – die Gespräche unter US-Vermittlung in Washington liegen seit Oktober 2010 auf Eis.
Insider vermuten, dass Mitchells Abgang auch auf Spannungen innerhalb der US-Administration zurückzuführen sei. Insbesondere mit Präsidentenberater Dennis Ross, der seit Jahrzehnten US-Regierungen in Nahost-Fragen berät und enge Beziehungen zur israelischen Regierung pflegt, sei Mitchell zuletzt immer öfter aneinander geraten.
Offiziell aber wird Mitchells Rücktritt wohl mit persönlichen Motiven begründet werden, so AP. Über mögliche Nachfolge liegen indes noch keine Informationen vor.
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