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Eine Mehrheit der Türken lehnt den umstrittenen Gesetzesvorstoß von Ministerpräsident Erdogan zum Abtreibungsverbot ab. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die türkische Zeitung Habertürk heute auf ihrer Website veröffentlichte.
Demnach lehnten 55,5 Prozent der Befragten die geplante Gesetzesnovelle der regierenden AKP ab, 44,5 Prozent sprachen sich dafür aus. Habertürk hatte zwischen dem 24. Mai und 6. Juni insgesamt 1.500 Türken nach ihrer Position zum geplanten Abtreibungsverbot befragt.
Ein Schwangerschaftsabbruch solle nur noch bis zur 4. Schwangerschaftswoche und nur in medizinischen Notfällen erlaubt sein – seit 1983 ist Abtreibung bis zur 10. Woche legal, die Frauen müssen keine Gründe angeben.
Der genaue Inhalt des Abtreibungsgesetzes, das, so Gesundheitsminister Akdağ, bis zum 1. Juli vorgelegt werden soll, ist noch unklar. So blieb bislang offen, ob auch Abtreibung nach Vergewaltigung illegalisiert werden soll. Akdağ regte bereits an, nach dem Austragen des Kindes bräuchte sich die vergewaltigte Frau auch nicht weiter darum zu kümmern – das würde dann der Staat übernehmen.
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