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Ein Militärgericht hat den ehemaligen tunesischen Präsidenten Zein El Abidin Ben Ali am Mittwochmorgen zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt, wie die tunesische Presseagentur TAP mitteilt.
Die Vorwürfe der Anklage lauteten auf Anstiftung zur Unordnung, Mord und Plündern. Konkret aufgezogen wurde die Anklage anhand des Todesfalles vierer Jugendlicher in der Hafenkleinstadt Ouardanine im Januar 2011.
Es war der zweite Prozess gegen den vor fast anderthalb Jahren gestürzten Machthaber. Im Juli hatte ein tunesisches Gericht bereits Ben Ali und seine Frau Leila Trabelsi wegen Korruption und Veruntreuung zu 35 Jahren Haft verurteilt. Auch der zweite Urteilsspruch wurde in Tunis in absentia verkündet – noch immer hält sich das Ehepaar Ben Ali im Exil im saudischen Dschidda auf.
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