Quicknews

10.08.2012

Tunesien: Gewaltsame Zusammenstöße in Sidi Bouzid


In der Nacht zum Freitag ging die tunesische Polizei erneut gewaltsam gegen Demonstranten in Sidi Bouzid vor. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP sollen rund 800 Personen auf die Straße gegangen sein, um gegen die islamistische Regierung unter der Führung der Ennahda-Partei zu demonstrieren.

 

Seit mehreren Wochen häufen sich in der zentraltunesischen Stadt Unterbrechungen der Wasserversorgung. Gegen steigende Lebensmittelpreise und unvermindert hohe Arbeitslosigkeit hatten in dieser Woche zuvor bereits Anwohner mit tagelangen Sit-Ins demonstriert.

 

Die Polizisten reagierten mit Tränengas und Gummiknüppeln auf die Demonstranten. Einige von ihnen sollen Steine geworfen haben und versucht haben, gewaltsam in Verwaltungsgebäude der Stadt einzudringen. Die Auseinandersetzungen dauerten bis zum Freitagmorgen an, nach Angaben des Stadtkrankenhauses wurden dabei mindestens sechs Menschen verletzt.

 

Die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernorats ist seit dem Selbstmord von Mohamed Bouazizi in den Schlagzeilen. Der Straßenhändler verbrannte sich öffentlich im Dezember 2010, um gegen die sozialen Missstände im Land zu protestieren und löste damit eine Protestwelle im ganzen Land aus, die zum Sturz des Staatsoberhauptes Zine El Abidine Ben Ali führte.



Bosnische Serben verärgert über Syrien-Abstimmung

zenithDebatte

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.

Kalender

zenith im Abo

Abonnieren Sie jetzt und wählen Sie zwischen zwei Abo-Prämien!

 

weiterlesen

zenith Edition

Reaching for the Sun?

The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East

 

click here for content & order details