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In der Nacht zum Freitag ging die tunesische Polizei erneut gewaltsam gegen Demonstranten in Sidi Bouzid vor. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP sollen rund 800 Personen auf die Straße gegangen sein, um gegen die islamistische Regierung unter der Führung der Ennahda-Partei zu demonstrieren.
Seit mehreren Wochen häufen sich in der zentraltunesischen Stadt Unterbrechungen der Wasserversorgung. Gegen steigende Lebensmittelpreise und unvermindert hohe Arbeitslosigkeit hatten in dieser Woche zuvor bereits Anwohner mit tagelangen Sit-Ins demonstriert.
Die Polizisten reagierten mit Tränengas und Gummiknüppeln auf die Demonstranten. Einige von ihnen sollen Steine geworfen haben und versucht haben, gewaltsam in Verwaltungsgebäude der Stadt einzudringen. Die Auseinandersetzungen dauerten bis zum Freitagmorgen an, nach Angaben des Stadtkrankenhauses wurden dabei mindestens sechs Menschen verletzt.
Die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernorats ist seit dem Selbstmord von Mohamed Bouazizi in den Schlagzeilen. Der Straßenhändler verbrannte sich öffentlich im Dezember 2010, um gegen die sozialen Missstände im Land zu protestieren und löste damit eine Protestwelle im ganzen Land aus, die zum Sturz des Staatsoberhauptes Zine El Abidine Ben Ali führte.
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