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Rachid Ghannouchi, Mitgründer und Präsident der islamistischen Ennahda, ist auf dem Parteikongress in seinem Amt bis 2014 bestätigt worden.
Die knapp über 1.000 Delegierten votierten mit 73 Prozent für den 71-Jährigen. Insgesamt hatten sich zwölf Kandidaten für den Posten an der Spitze der tunesischen Regierungspartei beworben, darunter der Parteiveteran Abdelfattah Mourou, den zenith im vergangenen Jahr interviewt hatte.
Der insgesamt neunte Parteikongress, der erste, der auch öffentlich abgehalten wurde, soll nun auch über die Parteipositionen in sensiblen Fragen von Religion und Öffentlichkeit entscheiden, welche dann in die neu zu schreibende Verfassung eingebracht werden sollen. Das Thema hatte im vergangenen Monat erneut an Brisanz gewonnen, nachdem Salafisten eine Kunstausstellung in Tunis angriffen und im Viertel La Marsa randaliert hatten.
Zuletzt hatte zudem die einseitig von Ennahda durchgewunkene Auslieferung des früheren libyschen Premiers Al-Baghdadi Ali al-Mahmoudi für erhebliche Spannungen zwischen der Ennahda-geführten Regierung und dessen Koalitionspartnern sowie mit Präsident Moncef Marzouki gesorgt.
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