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In einem offenen Brief fordert die diesjährige Friedensnobelpreisträgerin Tawakul Karman den UN-Sicherheitsrat auf, im Sinne der »Revolutionen der arabischen Völker zu handeln«. Das höchste UN-Gremium in New York tagt am Dienstag zur Lage im Jemen. Die jemenitische Aktivistin Karman schreibt im Brief an UN-Generalsäkreter Ban Ki Moon: »Der Friedensnobelpreis legitimiert mich, für die Revolutionen zu sprechen. Ich fordere Sie auf, unverzügliche und deutliche Maßnahmen gegen die Repressionen der Regime im Jemen und in Syrien einzuleiten«.
Der Sicherheitsrat solle die »Massaker an friedlichen Demonstranten« stoppen und die Präsidenten Assad und Saleh zur Verantwortung ziehen. Sie wendet sich in ihrem Schreiben auch direkt an die UN-Botschafter Russlands und Chinas mit den Worten: »Das Volk ist der Souverän«.
Die Wut arabischer Demonstranten in Syrien und im Jemen richtet sich zunehmend auf die Vetomächte Russland und China. Sie verhinderten bislang jede Form von Sanktionen vor allem gegen das Assad-Regime in Syrien – sowohl USA und Europäische Union verabschiedeten daraufhin eigene Strafmaßnahmen. Karman wird den diesjährigen Friedensnobelpreis am 10. Dezember im Osloer Rathaus entgegennehmen. Es wird erwartet, dass sie ihre Rede dazu nutzt, an die Proteste in ihrem Heimatland zu erinnern.
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