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Spannung in Paris. Dort machte die mittlerweile bestätigte Meldung über die Desertierung des hochrangigen syrischen Generals Manaf Tlass schnell die Runde.
Tlass gehörte zum innersten Zirkel des Regimes in Damaskus. Seine Familie, die aus Rastan, zwischen Homs und Hama gelegen, stammt, ist seit Jahrzehnten beruflich wie privat mit dem Assad-Clan verbunden. Vater Mustafa Tlass begleitete den Aufstieg von Hafiz al-Assad und diente von 1972 bis 2004 als Verteidigungsminister. Als Hafiz al-Assad im Juni 2000 starb, leitete Mustafa Tlass den Übergang. Manaf Tlass und Baschar al-Assad wiederum besuchten in den 1990er Jahren gemeinsam die Militärakademie in Homs.
Warum sich Manaf Tlass am Mittwoch zunächst in die Türkei absetzte, kann zurzeit nur vermutet werde. Syrien-Experte Joshua Landis gibt Gerüchte wieder, wonach Manaf Tlass für die Aufstandsbekämpfung in den Damaszener Vororten Douma und Harasta verantwortlich und eine eher komprissbereite Haltung an den Tag gelegen haben soll, die sich allerdings nicht gegen die Hardliner in der Armeeführung durchsetzen konnte. Möglich ist auch, dass Manaf Tlass sich, solange es noch möglich ist, in Sicherheit bringen wollte und bestehende Verbindungen dafür nutzte. Sein Vater Mustafa soll sich bereits seit November in Paris aufhalten – offiziell zur medizinischen Behandlung.
Wie Tlass die Flucht aus dem engsten Umfeld des Regimes gelang, liegt ebenso noch im Dunkeln. Analyst Charles Lister vom Militärinformationsdienstleister Jane’s Information Group behauptet via Twitter etwa, dass Tlass mithilfe der »Freien Syrischen Armee« und des französischen Geheimdienstes aus Syrien geschleust wurde. Demnach soll er bereits auf dem Weg nach Frankreich sein, um an der Konferenz »Freunde Syriens« teilzunehmen.
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