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Im Zuge der Streitigkeiten zwischen Khartum und Juba um Öltransport und Transitgebühren hat Südsudans Ölminister Stephen Dhieu Dau angekündigt, provisorisch Rohöl auf dem Landweg zu transportieren, wie das Wall Street Journal berichtet.
Im Januar hatte der Südsudan die Produktion seiner sonst täglich 350.00 Fass, deren Verkauf knapp 98 Prozent der Staatseinnahmen ausmachen, weitgehend eingestellt. Die einzige Transportroute führte nach Norden zum Hafen Port Sudan in der Republik Sudan. Nach der Unabhängigkeit des Südens hatten sich beide Staaten jedoch nicht auf einen Verteilungsschlüssel für Öleinnahmen und Transitkosten einigen können. Während Juba dem Nachbarn Öldiebstahl vorwirft, beklagt Khartum, dass der Süden keine Transitgebühren bezahle.
Eine Alternative für die junge Binnennation könnte nun der Weg Richtung Südosten sein. Zunächst sollen knapp 10 Prozent der Fördermenge, also etwa 35.000 Fass pro Tag, per Laster zu Häfen in Kenia, Äthiopien und Dschibuti transportiert werden.
Langfristig soll neben dem kenianischen Mombasa vor allem das Hafengroßprojekt auf der kenianischen Insel Lamu zum Hauptumschlagsplatz für südsudanesisches Erdöl werden. In der vergangenen Woche hatten die Präsidenten Mwai Kibaki, Salva Kiir und Meles Zenawi das Gemeinschaftsprojekt von Kenia, Äthiopien und Südsudan in Höhe von geschätzten 25 Milliarden US-Dollar beschlossen. Eine Einigung Jubas und Khartums in der nächsten Runde der Vermittlungsgespräche am Donnerstag erscheint dagegen weiter unwahrscheinlich.
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