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Seit dem Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudan im Januar reißt die Welle der Gewalt in nahezu allen Bundesstaaten nicht ab und hat nach UN-Angaben bereits über 1.000 Todesopfer gefordert.
Der jüngste Vorfall soll sich im Bundesstaat Warrap ereignet haben, als Rebellen des abtrünnigen SPLA-Generals Peter Gadet, die von Armeeeinheiten aus dem benachbarten Bundesstaat al-Wahda zurückgedrängt worden waren, Viehzüchter attackierten und 34 Menschen töteten, wie Phillip Aguer, Sprecher der Sudan People's Liberation Army (SPLA) gegenüber AFP mitteilte.
Ebenso wie die SPLA-Renegaten George Athor und Gabriel Tang hat sich Gadet gegen die SPLA-Regierung in Juba um den designierten Präsidenten des Südsudan, Salva Kiir, gewandt und liefert sich seit Monaten blutige Gefechte mit den regulären SPLA-Armeeeinheiten, unter denen vor allem die Zivilbevölkerung leidet.
Ende April hatte Gadet die Gründung der »South Sudan Liberation Army« (SSLA) verkündet und zum Sturz Kiirs aufgerufen. Gadet beschuldigt Kiir und die SPLA, ein autoritäres Regime aufzubauen und forderte »eine Regierung unter Einbeziehung aller politischen Parteien.«
Die SPLA wiederum wies Gadets Vorwürfe umgehend zurück und warf ihm und den anderen abtrünnigen Milizenführern vor, durch die Gewalteskalation das Land zu destabilisieren. Die Vorwürfe zielen auch in Richtung Khartum. Juba beschuldigt die sudanesische Regierung, abtrünnige SPLA-Milizen zu unterstützen, um damit die Staatsbildung im Süden zu untergraben.
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