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Südsudans Präsident hat der Regierung in Khartum vorgeworfen, seinem Land seit Dezember 2011 Öl im Wert von insgesamt 815 Millionen US-Dollar zu stehlen. Außerdem beschuldigte Kiir während seiner Rede im Parlament am Sonntag den Norden, über illegale Pipeline-Anbauten täglich 120.00 Fass Öl abzuzweigen.
Bisher ist der seit Juli 2011 unabhängige Südsudan vom Exporthafen Port Sudan im Norden abhängig, beide Länder konnten sich jedoch noch nicht auf die Transit- und Abnahmebedingungen einigen.
In der vergangenen Woche hatte Khartum angekündigt, weiterhin Öl zu beschlagnahmen, da der Süden seit seiner Unabhängigkeit keine Transitkosten bezahlt hatte. Zudem fordert der Sudan von Juba ausstehende Transitgebühren in Höhe von umgerechnet einer Milliarde US-Dollar.
Im vergangenen Jahr hatte Kiirs Regierung über den weg der Ostafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft einen alternativen Exporthafen für sein Öl, etwa in Kenia, gesucht. Im Parlament kündigte der Präsident nun allerdings an, nach alternativen Einkommensquellen zu suchen, um die Abhängigkeit vom Ölexport zu reduzieren. Zudem ziehe die Regierung einen vorläufigen Förderstopp in Betracht. Nach eigenen Angaben fördert der Südsudan täglich 350.000 Fass Öl, 98 Prozent des Staatshaushaltes kommen aus dem Erdölsektor.
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