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Zum wiederholten Male haben Sudan und Südsudan ihre Gespräche vorerst abgebrochen. Wie beide Seiten bestätigten, konnte keine Annäherung erzielt werden.
Nach fast zwei Monaten offener Gewalt waren beide Staaten am 30. Mai erstmals wieder zu direkten Friedensgesprächen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abbeba zusammen gekommen. Zuvor hatten die Vereinten Nationen den Abzug der sudanesischen Streitkräfte aus der umstrittenen Grenzprovinz Abyei bestätigt, den Khartum am Mittwoch verkündet hatte. Sudanesische Truppen hatten das Gebiet bereits im Mai 2011 unter ihre Kontrolle gebracht, der Rückzug war eine der Forderungen des Aktionsplans der Afrikanischen Union (AU).
Anfang April hatte das südsudanesische Militär das Ölfeld Heglig erobert und für sich in Anspruch genommen. Heglig liegt in der zwischen beiden Ländern umstrittenen Grenzzone, war aber bis zu einer bilateralen Demarkationseinigung von den Vereinten Nationen dem sudanesischen Bundesstaat Süd-Kordofan zugesprochen worden. Vor der Gewalteskalation im Grenzgebiet hatten sich Vermittlungsgespräche im äthiopischen Addis Abbeba über die vergangenen Monate ergebnislos hingezogen. Die Afrikanische Union hatte beiden Staaten Ende April zunächst ein Ultimatum gestellt, und anschließend Südafrikas ehemaligen Präsidenten Mbeki zum Sondergesandten ernannt.
Auch ob in den anderen Streitpunkten eine Übereinkunft zustande kommt, steht in den Sternen. Knackpunkt ist auch hier der militärische Status Quo in der Grenzregion Abyei sowie ein Verteilungsschlüssel für die Öleinnahmen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 5. Juli in Addis Abbeba angesetzt, bis zum 2. August haben beide Staaten Zeit, die von der Afrikanischen Union geforderte Übereinkunft zu erzielen.
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