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31.01.2012

Sudan: 29 Chinesen weiter in Geiselhaft


Noch immer sind 29 chinesische Arbeiter in der sudanesischen Provinz Süd-Kordofan in Geiselhaft, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet. Das chinesische Außenministerium widersprach gleichzeitig einer früheren Aussage des Provinzgouverneurs Ahmad Haroun, der verkündet hatte, dass 14 Chinesen von sudanesischen Streitkräften befreit worden seien.


Über die Umstände der Entführung der Bauarbeiter herrscht ebenfalls noch Unklarheit. Insgesamt 47 Mitarbeiter der China's Power Construction Corp hätten sich auf der Baustelle nahe der Stadt Abbasiya, etwa 630 Kilometer südlich von Khartum, aufgehalten. Davon sei 17 die Flucht gelungen, 29 gerieten in Gefangenschaft, ein Bauarbeiter wird vermisst.


Inzwischen hat sich der sudanesische Ableger der südsudanesischen Sudan People's Liberation Movement (SPLM) gegenüber AFP dazu bekannt, dass sich die 29 Chinesen in ihrer Gewalt befinden. Ein SPLM-Sprecher gab an, dass die Chinesen bei Kämpfen mit den sudanesischen Streitkräften zwischen die Fronten geraten seien und in »Schutzhaft« genommen worden seien. Gleichzeitig stellte die SPLM in Aussicht, die Geiseln wieder auf freien Fuß zu setzen, »sobald die Sicherheitslage dies zulasse«. Zudem seien bei dem Gefecht 30 Angehörige der sudanesischen Streitkräfte gefangen genommen worden, so der SPLM-Sprecher.


Das chinesische Außenministerium hat derweil eine Sonderdelegation in den Sudan entsandt, die die Freilassung aushandeln soll. China ist Sudans wichtigster Handelspartner, insbesondere im Bau- und Ölsektor sind chinesische Firmen und tausende Arbeiter aktiv. Seit Monaten können sich Khartum und der 2011 unabhängig gewordene Südsudan nicht über die Regelung von Ölförderung und -transport einigen. Zudem gerät die Sicherheitslage in den Grenzprovinzen Süd-Kordofan und Blue Nile immer weiter außer Kontrolle.



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