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Die US-Regierung hat sechs Personen wegen »Anstiftung zu Gewalt und Instabilität in Somalia« mit Sanktionen belegt, darunter zwei hochrangige Offizielle aus Eritrea. Eine entsprechende Liste veröffentlichte das US-Finanzministerium am Donnerstag auf seiner Homepage.
Konkret handelt es sich um den Geheimdienst-Offizier Tewolde Habte Negash und den Armeeoberst Taeme Abraham Goitom. Die eritreische Führung, die bereits von den Vereinten nationen belegt wurde, weist die Vorwürfe zurück und sieht Äthiopien als den Urheber der Anschuldigungen.
Äthiopien wirft dem nördlichen Nachbarn vor, auf eritreischem Territorium separatistische Rebellen der Afar auszubilden und logistisch zu unterstützen. Addis Abbeba macht dieses Gruppen auch für den Angriff auf eine ausländische Touristengruppe im Januar verantwortlich. Dabei waren zwei Deutsche, zwei Ungarn und ein Österreicher ums Leben gekommen.
Die Beziehungen der beiden Staaten ist seit der Abspaltung Eritreas nach über 30 Jahren Krieg 1993 stets angespannt. Während des Grenzkrieges 1998 bis 2000 kamen auf beiden Seiten zehntausende Menschen ums Leben. Während Eritrea dem Nachbarn vorwirft, einen UN-Beschluss zum Grenzverlauf zu ignorieren, beschuldigt Addis Abbeba den Staat am Roten Meer, die islamistischen Shabaab-Milizen in Somalia zu unterstützen.
Laut US-Finanzministerium soll Negash seit 2004 die Beziehungen zu den Shabaab-Milizen aufgebaut und koordiniert und zwischen 2007 und 2009 Shabaab-Kämpfer in eritreischen Lagern ausgebildet haben. Goitum wiederum wird vorgeworfen, seit 2010 den Kampf der al-Shabaab und verbündeter islamistischer Milizen gegen die Zentralregierung in Mogadischu sowie die Truppen der Afrikanischen Union zu organisieren.
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