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Immer mehr afrikanische Länder beteiligen sich am militärischen Einsatz gegen die somalische Al-Shabaab-Miliz. Selbst das kleine Dschibuti entsandte in der vergangenen Woche ein 850 starkes Bataillion Richtung Süden.
Bis Anfang Oktober hatten vor allem Soldaten und Burundi im Rahmen des Mandates der Afrikanischen Union (AU) im Süden des Landes gegen die islamistischen Milizen gekämpft. Eine neue Dimension erreichte der Konflikt, nachdem Kenia mit tausenden Soldaten – und unabhängig vom AU-Mandat – in Somalia einmarschierte. Mehrere afrikanische Staaten, darunter Südafrika und Tansania, begrüßten zuletzt das kenianische Vorgehen.
Die schwache, aber international unterstützte Zentralregierung von Premier Sharif Sheikh Ahmad hatte das kenianische Vorgehen zunächst als Verletzung der somalischen Souveränität kritisiert, weniger Tage später vollzog Mogadischu jedoch einen Schwenk und gab Nairobi das grünes Licht für die Militäroperation.
Mittlerweile haben beide Regierungen gar an die USA appelliert, den Vormarsch durch eine Seeblockade der von Al-Shabaab kontrollierten Hafenstadt Kismayo zu flankieren. Bisher scheut Washington ein direktes Engagement am Horn von Afrika, wenngleich in den vergangenen Wochen immer wieder über amerikanische Drohnenangriffe von Basen in Äthiopien aus berichtet wurde.
Aus Regierungskreisen in Addis Abbeba wurden zudem Vorwürfe in Richtung Eritrea publik, wonach das Land, das sich 1993 von Äthiopien abgespalten hatte, die Al-Shabaab-Milizen mit Waffen versorgen würde. 2009 hatte der UN-Sicherheitsrat Eritrea deshalb bereits mit Sanktionen belegt. Asmara hatte die Anschuldigungen stets von sich gewiesen. Zuletzt bezeichnete Eritreas Botschafter in Kenia die Vorwürfe als »äthiopische Propaganda«.
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