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Karim Wade ist von der senegalesischen Polizei verhört, allerdings nicht verhaftet worden, wie unter anderem die Nachrichtenagentur AFP berichtet.
Der 43-jährige Sohn des früheren Präsidenten Abdoulaye Wade hatte zwar lange Jahre im Ausland, insbesondere in Frankreich verbracht, galt aber als Strippenzieher in der senegalesischen Politik und Wirtschaft. Unter anderem bekleidete Karim Wade den Posten als Transportminister. US-Diplomaten gaben ihm in einem Botschaftsmemo 2009 den Spitznamen »Mister 15 Prozent«.
Auch Senegals neuer Präsident Macky Sall kennt den Sohn seines Vorgängers gut: Er arbeitete in Rahmen seiner Funktion als Präsident der Nationalversammlung auch an Korruptionsvorwürfen gegen Karim Wade. Es waren Nachforschungen, die zum Bruch zwischen Wade und Sall führen sollten. Anschließend trat Sall aus Wades Partei PDS aus. Sein neues Gesicht fand er in der Partei »APR-Yaakar – Alliance pour la République« und wurde, für viele überraschend, der aussichtsreichste Kandidat für die Stichwahlen zur Präsidentschaft.
In den Stichwahlen setzte sich Sall dann gegen Abdoulaye Wade durch und konnte die Lage im westafrikanischen Land in seinen 100 Amtstagen wieder beruhigen, nachdem während der Wahlgänge gewalttätige Proteste die Hauptstadt Dakar erschüttert hatten. Anfang April wurde Macky Sall im Amt vereidigt.
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