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Die saudische Führung lässt 1,5 Millionen Exemplare eines Edikts drucken und verteilen, die Proteste im Königreich verbietet.
Das Gutachten des »Ständigen Komitee für Rechtsfragen« unter Leitung des Grußmufti von Saudi-Arabien Abd al-Aziz ibn Abdullah Al al-Sheikh wurde bereits Anfang März herausgegeben, nachdem Aktivisten für den 11. März zu Protesten aufgerufen hatten.
Zwar war es in der Folge lediglich in der mehrheitlich schiitisch bewohnten Ost-Provinz zu Kundgebungen gekommen, dennoch sah sich das Königshaus nun offenbar bemüht, die Fatwa landesweit zu zirkulieren. 500.00 Exemplare sollen bereits gedruckt worden sein.
Die saudische Presseagentur SPA gab dazu bekannt, dass »der Großmufti staatliche und private Betriebe darum gebeten hat, 1,5 Millionen Exemplare zu verteilen.« SPA meldet weiter, dass die Fatwa »zur Stärkung des Zusammenhalts aufruft« und sich »unter der weisen und legitimen Führung zu vereinen und von verbotenen Demonstrationen abzusehen.«
Der 86-jährige König Abdullah hatte in einer seltenen Fernsehansprache am 11. März die Anhebung von Löhnen und Sozialleistungen angekündigt, allerdings keinerlei politische Reformen in Aussicht gestellt und seine Untertanen gewarnt, an Demonstrationen teilzunehmen.
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