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Bei Zusammenstößen von Demonstranten und staatlichen Sicherheitskräften wurden in der ostsaudischen Stadt Qatif am Donnerstagabend mehrere Protestteilnehmer angeschossen.
Tote gab es bei den Auseinandersetzungen nicht. Die verwundeten werden in Krankenhäusern behandelt, wie der Nachrichtensender Al-Jazeera am Freitag berichtete.
Die Unruhen in der arabischen Welt waren an dem arabischen Königreich bisher vorbeigegangen. Oppositionelle hatten jetzt allerdings für Freitag einen »Tag des Zorns« ausgerufen und über Facebook Demonstrationen nach dem Freitagsgebet angekündigt.
Um Protesten wie in Ägypten und Tunesien vorzubeugen, die zum Sturz der jeweiligen Herrscher geführt hatten, hatte der saudische König Abdullah Ende Februar ein 37 Milliarden Dollar schweres Finanzpaket verabschiedet, dass den Bürgern des Königreichs in Form von Arbeitslosenunterstützung, günstigen Krediten und Gehaltserhöhungen zu Gute kommen soll. Gleichzeitig betonte die saudische Regierung, dass das bestehende Demonstrationsverbot unter allen Umständen durchgesetzt werde.
Die Stadt Qatif liegt im ölreichen Osten des Landes und weist einen bedeutenden schiitischen Bevölkerungsanteil auf, der sich von der sunnitischen Regierung des Landes diskriminiert fühlt. Bei der Demonstration am Donnerstagabend hatten mehrere hundert Schiiten – Männer und Frauen – die Freilassung neun schiitischer Gefangener gefordert.
Das saudische Innenministerium kündigte eine Untersuchung der Ereignisse an.
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