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Bei Zusammenstößen in der Region Qatif im Osten Saudi-Arabiens sind laut offiziellen Polizeiangaben Anfang dieser Woche mindestens 15 Menschen verletzt worden, darunter 11 Polizisten. In einem von mehrheitlich Schiiten bewohnten Dorf gab es demnach Auseinandersetzungen zwischen schiitischen Aktivisten und Polizeibeamten.
Die staatliche Nachrichtenagentur SPA veröffentlichte daraufhin einen Bericht des saudischen Innenministeriums. Darin wird »eine Gruppe von Unruhestiftern auf Motorrädern, die mit Molotowcocktails bewaffnet waren« für die Zusammenstöße verantwortlich gemacht. Sie hätten laut offizieller Darstellung »mit ausländischer Unterstützung Unruhe stiften wollen«. Das Innenministerium forderte sie zudem auf, sich entweder »für Gott und Saudi Arabien zu bekennen, oder sich öffentlich als Anhänger des Auslands zu zeigen«.
Ein schiitischer Aktivist erzählte der Nachrichtenagentur AFP allerdings eine andere Geschichte. Laut seiner Fassung hätte die Polizei zuvor zwei ältere Männer als Geisel genommen, um ihre Söhne zu erpressen, sich den Behörden zu stellen. Nachdem sich die gesundheitliche Lage einer der Männer deutlich verschlechterte, wurden beide wieder frei gelassen.
Im Osten Saudi-Arabiens formiert sich seit Beginn des Arabischen Frühlings eine schiitische Protestbewegung. Saudi Arabien fürchtet Proteste im eigenen Land, vor allem die schiitische Minderheit könnte sich von den Demonstranten im Nachbarland Bahrain inspiriert fühlen. Riad verdächtigt zudem den Iran, die schiitische Opposition in Saudi-Arabien zu unterstützen.
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