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Weihnachten und Silvester in London – die Hoffnung auf ein solches Erlebnis hatten zahlreiche Iraner, deren Visa-Anträge im November bei der britischen Botschaft in Teheran eingegangen waren, längst schon aufgegeben. Am 29. November stürmte ein Mob die Vertretung des Vereinigten Königreichs in der Ferdowsi-Straße, verwüstete Büros und stahl einige Dokumente.
Der Angriff geschah laut Augenzeugen mit der offenkundigen Billigung führender Sicherheitsstellen, einige vermuteten regimetreue Basij-Milizen hinter der Attacke. Seitdem steht der Betrieb in der britischen Botschaft still, aber einige Visa-Antragsteller wurden schließlich doch noch freudig überrascht.
Kurz vor Weihnachten erhielten sie, wie zenith von Betroffenen erfuhr, einen Anruf der deutschen Botschaft: Ihre Pässe und Visa für Großbritannien lägen abholbereit in der Konsularabteilung.
Die Verwirrung klärte sich wie folgt auf: Berlin hatte London nach dem Überfall konsularische Hilfe angeboten und übernimmt derzeit die Rolle einer provisorischen Vertretungsschutzmacht für die Briten.
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