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11.07.2012

Palästina: Fußballer Mahmud Sarsak wieder frei


Fußballer Mahmud Sarsak ist nach fast drei Jahren in so genannter »Administrative detention« wieder auf freiem Fuß. In Gaza-Stadt wurde der palästinensische Nationalspieler am Dienstag von etwa 300 Menschen begrüßt.

 

Am 22. Juli 2009 wurde Sarsak ein Auswärtsspiel seines Vereins zum Verhängnis. Bei der Ausreise setzte ihn das israelische Militär am Checkpoint Eretz fest und, nachdem Verbindungen zur terroristischen Gruppierung »Islamischer Jihad« nicht nachgewiesen werden konnten, wurde er auf Grundlage des so genannten »Unlawful Combatans Law« inhaftiert.

 

Dieses Gesetz erlaubt es Israel, Palästinenser aus dem Gaza-Streifen für unbestimmte Zeit und ohne Anklage und Prozess in »Sicherheitsverwahrung« zu nehmen. Alle sechs Monate entscheidet das zuständige israelische Bezirksgericht über die Verlängerung der Inhaftierung. Mahmud Sarsaks Haft wurde insgesamt sechs mal ohne Begründung verlängert. Er durfte in dieser Zeitvon seiner Familie weder Briefe erhalten, noch mit ihnen telefonieren.

 

Derweil ist Mahmud Sarsaks Schicksal kein Einzelfall. Über 300 Palästinenser befanden sich bis Mitte Mai in so genannter »Verwaltungshaft« in israelischen Gefängnissen. Die Praxis der Verwaltungshaft wurde im Zusammenhang mit dem Hungerstreik von mehr als 1500 der rund 4700 palästinensischen Insassen israelischer Gefängnisse verstärkt auch international bekannt.

 

Der Hungerstreik wurde zwar mit der israelischen Zusage, die Haftbedingungen in den israelischen Gefängnissen zu verbessern und die Verwaltungshaft nicht zu verlängern von den meisten Gefangenen beendet, laut dem palästinensischen Minister für Häftlinge, Issa Karakaa, halte sich Israel jedoch nicht an die Versprechungen und habe inzwischen – seitdem der internationale Druck auf die israelische Regierung nachgelassen hat – in mehr als 30 Fällen die Verwaltungshaft erneut verlängert.



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