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Der pakistanische Geheimdienst ISI (Inter-Services Intelligence) muss sich erstmals in seiner Geschichte vor dem Obersten Gericht verantworten.
Die Anordnung des Richters Tariq Asad sieht vor, dass der Geheimdienst Stellung nehmen soll zum Verbleiben von acht, und zum Tode von vier Insassen, die der ISI 2010 interniert hatte. Angehörige waren bis vor die höchste juristische Instanz gezogen, darunter auch Rohaifa Bibi, die Fotos mit deutlichen Folterspuren an der Leiche ihres Sohnes Abdul Saboor präsentierte.
Das Gericht hatte vom ISI verlangt, zu der Verhandlungseröffnung acht internierte Häftlinge mitzubringen, jedoch erschienen die Anwälte lediglich mit eidesstattlichen medizinischen Entschuldigungen. Im Falle der gestorbenen Häftlinge bestehen die ISI-Anwälte auf ihrer Version einer natürlichen Todesursache. Alle Angeklagten waren bereits 2010 von Terrorvorwürfen freigesprochen jedoch nicht aus der Haft des ISI entlassen worden.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich das Oberste Gericht mit führenden Vertretern der pakistanischen Elite angelegt. So lud es etwa Premierminister Reza Gilani vor und kündigte ebenfalls an, Korruptionsvorwürfen gegen Präsident Asif Ali Zardari juristisch nachzugehen.
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