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14.03.2012

Nigeria: Boko Haram schlägt Mediator vor


Die islamistische Miliz Boko Haram hat im bewaffneten Konflikt mit den niegrianischen Sicherheitsbehörden die Ernennung eines Mediators vorgeschlagen. Das meldet die nigerianische Zeitung Leadership unter Berufung auf der Terrororganisation nahe stehende Quellen.


Demnach soll der Abgeordnete Ahmad Datti ein friedliches Übereinkommen mit Abuja vermitteln. Datti leitet den »Supreme Council for Sharia in Nigeria« und vertritt die nordzentralnigerianische Region Kaduna-Nord im Senat, dem Oberhaus des Landes. Laut Leadership genieße Datti deswegen das Vertrauen der Gruppe, weil Boko Haram-Gründer Mohammed Yusuf als Repräsentant des Borno-Staates schon in dessen Organisation vertreten war.


Allerdings machte Boko Haram zur Vorbedingung jeglicher Verhandlungen die Freilassung aller ihrer inhaftierten Mitglieder, für diesen fall stellte die Gruppe einen Waffenstillstand innerhalb der nächsten vier Wochen in Aussicht.


Ob sich die Regierung darauf einlassen wird, ist mehr als zweifelhaft. Nigerias Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen Wochen und Monaten die Bekämpfung Boko Harams massiv forciert und zahlreiche, teil hochrangige Mitglieder festgenommen. In Reihen der Militärführung betrachte man den Vorschlag Boko Harams also eher als Besttätigung der Schwächung eines in die Ecke gedrängten Gegners. Eine offizielle Antwort der Regierung auf die Offerte steht indes noch aus.



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