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08.08.2012

Nigeria: Ausgangssperre nach konfessioneller Gewalt


Die nigerianischen Behörden haben nach dem Wiederaufflammen konfessioneller Gewalt in der Stadt Okene eine Ausgangssperre verhängt.

 

Am Montag hatten Angreifer in der Hauptstadt der Provinz Kogi eine Kirche gestürmt und 19 Menschen getötet, nur kurze Zeit später kamen bei einem Anschlag auf eine Moschee 4 Menschen ums Leben.

 

Der bevölkerungsreichste Staat Afrikas bekommt seine Sicherheitslage nicht in den Griff und erlebt bereits die zweite heftige Gewalteskalation in den Zentralprovinzen in diesem Sommer. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hatte nach den verheerenden Unruhen Ende Juni gegenzusteuern versucht und sowohl seinen Verteidigungsminister Bello Mohammed als auch den bisherigen Chef des Nationalen Sicherheitsrates Owoye Azazi gefeuert.

 

Zuvor waren Mitte bis Ende Juni während der heftigten Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen mindestens 150 Menschen ums Leben gekommen. Daraufhin hatten die nigerianischen Behörden ebenfalls eine Ausgangssperre für den gesamten Bundesstaat Kaduna verhängt.

 

Bereits Anfang Februar waren die Behörden in die Kritik geraten, als der Hauptverdächtige der Weihnachtsanschläge von Abuja aus der Untersuchungshaft fliehen konnte. Jonathan sah sich daraufhin scharfer Kritik ausgesetzt und entließ den Polizeichef der Hauptstadt. Zudem konnte die Gewalt seitens Boko Haram nicht eingedämmt werden, sondern eskalierte im Januar noch einmal, als in der Stadt Kano 186 Menschen bei einem Anschlag ums Leben kamen.



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