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Seit Mitte Juli reißen die Sturzfluten im Sahel-Staat Niger nicht ab. Insgesamt, so schätzt das »Office for the Coordination of Humanitarian Affairs« (OCHA) der Vereinten Nationen, hat die Flut bisher 31 Menschenleben gekostet und bis zu 100.000 Menschen obdachlos gemacht.
Besonders betroffen ist die Region Dosso im Süden des Landes, auch in der Hauptstadt Niamey überfluteten Sturzbäche die Straßen. Präsident Mahamadou Issou stellte bei einem Besuch in den Krisenregionen 1.400 Tonnen Lebensmittel und umgerechnet 900.000 an zusätzlichen Hilfsgeldern in Aussicht.
Für den Binnenstaat Niger ist es die vierte Notstandssituation in diesem Jahr: Erst hatte eine außergewöhnliche Dürre eine Missernte ausgelöst und die Vorratsspeicher geleert, dann flüchteten im Frühjahr Hunderttausende vor dem bewaffneten Konflikt im benachbarten Mali, schließlich brach Anfang des Sommers eine Cholera-Epidemie aus. Die ausgedörrten Böden können die eigentlich dringend benötigten Regenfälle nun kaum aufnehmen, die Folge sind Überschwemmungen und reißende Sturzbäche.
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