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Die nigrische Armee hat nach eigenen Angaben einen aus Libyen kommenden bewaffneten Konvoi aufgegriffen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, seien bei dem anschließenden Feuergefecht 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein nigrischer Soldat.
Der Vorfall soll sich am Dienstag bei Arlit, im libysch-algerisch-nigrischen Länderdreieck ereignet haben. Bei den Insassen des Konvois soll es sich um flüchtende Anhänger des getöteten Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi gehandelt haben, angeführt von malischen Tuareg, von denen einige während des Gefechts fliehen konnten. Insgesamt habe die Armee 36 Sturm-, 11 Maschinengewehre, drei Raketen und etwa 11.000 Stück Munition für verschiedene Kaliber sicher gestellt.
Die Folgen des Sturzes des Gaddafi-Regimes bekommen vor allem die Staaten der Sahel-Zone in den vergangenen Wochen immer stärker zu spüren. Neben hunderttausenden ehemaligen Gastarbeitern, die der zunehmend feindseligen Stimmung in Libyen gegenüber dunkelhäutige Menschen entfliehen, strömen auch ehemalige Soldaten und Söldner des Gaddafi-Regimes in Richtung Süden.
Große Sorgen bereiten den Staaten der Region, aber auch der Internationalen Gemeinschaft, das unkontrollierte Einsickern großer Waffenarsenale, die die erst in den vergangenen Jahren beigelegten Konflikte mit den Tuareg entfachen, aber der »Al-Qaida im Islamischen Maghreb« (AQIM) in die Hände fallen könnten.
Lesen sie hierzu auch die Analyse des Sahel-Experten Alex Thurston zur Lage im Niger.
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