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Der radikale schiitische Kleriker und Parteiführer Muqtada al-Sadr verurteilt Raubgrabungen und Handel mit irakischem Kulturgut. Dies erklärte Sadr am vergangenen Wochenende im Gespräch mit zenith in seinem Haus in der südirakischen Stadt Nadschaf.
Anlass der Äußerung waren Medienberichte über Ermittlungen wegen Hehlereiverdachtes in Deutschland: Wiederholt waren in jüngster Zeit irakische Antiken auf dem deutschen Kunstmarkt aufgetaucht, deren Rückgabe die Botschaft der Republik Irak verlangt.
»Das illegale Ausgraben und Verkaufen von Kulturschätzen ist unter allen Umständen verboten und muss bestraft werden«, sagte Sadr gegenüber zenith. Überdies wies er den Vorwurf zurück, er selbst habe nach dem Einmarsch der Koalitionstruppen in den Irak 2003 den Handel mit Antiken für statthaft erklärt, sofern dieser der Finanzierung des Kampfes gegen die Besatzung diene.
2005 hatte der der ehemalige Leiter der irakischen Antikenbehörde, Donny Y. George, der Sadr-Bewegung vorgeworfen, sie betrachte Kulturschätze aus vorislamischen Epochen nicht als schützenswert.
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