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Abdeljalil Mohamed Mayuf, Sprecher der libyschen »Arab Gulf Oil Corporation« (AGOCO), hat im Interview mit zenith die Überprüfung einiger bestehender Verträge im Energiesektor angekündigt. »In einigen Fällen könnten Revisionen nötig sein. Wie zum Beispiel im Fall des Abkommens mit der russischen Gazprom«, so Mayouf.
2006 und 2007 hatte der russische Konzern die Ausschreibung für die Lizenzblöcke 19 und 64 in Libyen für sich entscheiden können. Nach einem Tausch von Vermögenswerten mit BASF sicherte sich Gazprom zudem im Dezember 2007 49 Prozent Anteile an den Konzessionen C96 und C97 im Besitz der BASF-Tochter Wintershall, die bereits seit 1958 in Libyen in der Ölförderung tätig ist. Die Laufzeit des deutsch-russischen Jointventures ist laut Gazprom bis 2026 angelegt.
Mayuf ließ außerdem kaum einen Zweifel daran, wie die Karten im Energiesektor zukünftig verteilt werden: »Zum gegenwärtigen Stand der Verhandlungen kann ich nichts sagen, ich bin mir allerdings sicher, dass Russen und Chinesen es schwerer haben werden, neue Konzessionen auszuhandeln, nachdem sie Gaddafi bis zum Ende gestützt haben«.
Noch Anfang November hatte Gazprom verlauten lassen, dass es die Förderung im so genannten Elefantenfeld, ein Jointventure mit der italienischen Eni, wieder aufgenommen habe.
Zu den Aussagen des AGOCO-Sprechers wollten sich auf Anfrage weder Wintershall noch Gazprom gegenüber zenith äußern.
Lesen Sie hier das Interview mit Abdeljalil Mohamed Mayuf.
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