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Tausende junge Mauretanier sind am Sonntag in der Hauptstadt Nouakchott auf die Straße gegangen, um gegen Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz zu demonstrieren. Das Sechs-Parteien-Bündnis »Coordination de l’opposition démocratique« (COD) hatte zu dem Protest gegen den Staatschef aufgerufen.
Mohamed Ould Abdel Aziz war als Brigadegeneral der mauretanischen Streitkräfte 2005 an der Absetzung des langjährigen Präsidenten Maaouya Ould Sid'Ahmed Taya beteiligt, auch den 2007 gewählten Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi ließ Abdel Aziz 2008 stürzen, nachdem dieser hochrangige Generäle – unter anderem auch Abdel Aziz – hatte festnehmen lassen wollen.
2009 schließlich trat Abdel Aziz als Kandidat bei den Wahlen an und gewann mit etwa 53 Prozent – bis heute erkennt die Opposition den Wahlgang nicht an und wirft Abdel Aziz vor, die Wahlen gefälscht und die Macht niemals abzugeben haben wollen.
Ähnlich wie auch in anderen afrikanischen Ländern, allerdings international kaum beachtet, formierte sich auch in Mauretanien Anfang 2011 eine Protestbewegung, die allerdings nie die Dynamik der Maghreb-Staaten erreichte. Eine Übersicht über Ziele und Organisation der Oppositions- und Protestbewegung hat der Blog Lissanup zusammengetragen.
Die Demonstrationen am Sonntag war die größte ihrer Art seit dem neuerlichen Aufflackern der Proteste in dem 3 Millionen-Einwohner-Land. Ziel der Veranstalter sei es, laut einem Vertreter der moderat-islamistischen Tawassoul-Partei, »den Präsidenten mittels friedlichem Kampf dazu zu zwingen, abzuhauen«.
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