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Tunesiens neuer Präsident Moncef Marzouki will bei seinen Staatsbesuchen in dieser Woche in Marokko, Mauretanien und Algerien die »Magreb-Union wiederbeleben und einen regionalen Gipfel in Tunis« vorbereiten, wie er über einen Sprecher bekannt gab.
Der nordafrikanische Staatenverbund zwischen Marokko, Algerien, Mauretanien, Libyen und Tunesien ist formal seit 1989 in Betrieb, liegt de facto aber seit 1994 auf Eis. Einerseits behinderte der Westsahara-Konflikt und die damit einhergehenden Spannungen zwischen Marokko und Algerien die intendierte stärkere politische und wirtschaftliche Integration.
Andererseits zeigte Libyens getöteter Diktator Muammar al-Gaddafi kein Interesse an dem Staatenbund und konzentrierte seine regionalpolitischen Bemühungen vor allem auf die Afrikanische Union. Marzoukis erster Staatsbesuch hatte den neuen Präsidenten Anfang Januar nach Libyen geführt, kurze Zeit später empfing ihn Algeriens Premier Ahmed Ouyahia.
Die sozioökonomischen Missstände in Nordafrika, die zum Mitauslöser des Arabischen Frühlings wurden, werden auch auf mangelhaften ökonomischenAustausch und fehlende gemeinsame Märkte zurückgeführt. Neben wirtschaftspolitischen Fragen sollen ebenfalls Fragen der regionalen Sicherheit auf der Agenda stehen.
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