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05.10.2011

Marokko und Spanien sollen wegen Westsahara vor Gericht


Eine Gruppe von afrikanischen Anwälten möchte die Staaten Marokko und Spanien vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag anklagen. Sie werfen den Regierungen in Rabat und Madrid Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Genozid in der Westsahara vor.


Femi Falana, Vorsitzender der »West Africa Bar Association« (WABA), eine Vereinigung afrikanischer Rechtsanwälte, kündigte diesen Schritt bei einem Kongress zur Wahrung der Rechte von Frauen in der Westsahara an. Er sagte, dass der Internationale Gerichtshof die marokkanische Besetzung der Westsahara schon im Jahr 1975 als »illegal« eingestuft hat, seitdem seien mehrere Jahrzehnte der Menschenrechtsverletzungen vergangen.


»Wir haben die Grausamkeiten Marokkos und Spaniens in der Westsahara dokumentiert, so dass wir bald zum Chefankläger in Den Haag gehen können«, sagte Falana auf dem Kongress in Abuja, Nigeria. Marokkanische und spanische Medien ignorierten bis jetzt diese Ankündigung vollkommen. 


Der Konflikt um die Westsahara dauert seit dem Rückzug Spaniens aus der Region im Jahr 1975 an. Marokko erhebt Anspruch auf die Westsahara und hat es in sein Staatsterritorium eingegliedert. Die »Fronte Polisario« verlangt die Unabhängigkeit und wird vom Nachbarn Algerien unterstützt. Dies ist der Hauptgrund für die Spannungen zwischen Marokko und Algerien. Sahrawis und Marokkaner dagegen werfen sich regelmäßig gegenseitig Menschenrechtsverletzungen vor



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