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Seit fast zwei Woche nehmen die Proteste in der Rif-Region in Marokko immer mehr an Fahrt auf.
Ausgangspunkt der neuen Demonstrationswelle ist die kleine Stadt Beni Bouayach. Am 2. März wurde dort der Lokalaktivist Bachir Benchaib, der der »Bewegung des 20. Februar« angehört, festgenommen. In den darauf folgenden Tagen besetzten Demonstranten aus Protest gegen die Festnahme Benchaibs unter anderem die Zufahrtsstraße zur nahe gelegenen Küstenstadt Al-Hoceima.
Nach und nach wurde in der vergangenen Woche auch in anderen Städten der Region demonstriert, so etwa in Imzouren und Bouguidaren. Neben der Freilassung des Aktivisten wurden auch Forderungen nach einer grundlegenden Verbesserung von Infrastruktur und Investitionen in der Rif-Region laut. So seien Wasser- und Elektrizitätsversorgung in den Dörfern und Städten der Gebirgsregion etwa 450 Kilometer nördlich der Hauptstadt Rabat noch immer unzureichend. Die Region im Nordosten Marokkos ist das Siedlungszentrum der berberischen Rif-Kabylen, die dort in in den 1920er Jahren die kurzlebige Rif-Republik ausgerufen hatten.
Am Mittwoch schließlich erreichte der Protest die Hauptstadt. Nach Angaben der Aktivisten hätten die Sicherheitskräfte die Solidaritätsdemonstration gewaltsam aufgelöst, die marokkanische Polizei dementierte dies.
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