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Am Freitag hat das EU-Parlament einem neuen Freihandelsabkommen mit dem nordafrikanischen Königreich Marokko zugestimmt. Der Fokus des Dokuments liegt auf der Landwirtschaft und soll marokkanische Exporte in die EU erleichtern, wie auch den Markt für europäische Investitionen öffnen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos sprach von einem wichtigen Schritt für beide Partner. »Es ermöglicht unseren Herstellern in Europa neue Möglichkeiten und fördert die politischen Beziehungen zu Marokko.«
Kritische Stimmen merken an, dass die Übereinkunft enorme Risiken für die marokkanische Landwirtschaft berge. »Man soll sich nicht der Illusion hingeben, dass dieses Abkommen im Interesse des durchschnittlichen Marokkaners ist«, so der grüne Abgeordnete Jose Bove in einer Pressemitteilung. Die Ausweitung landwirtschaftlicher Produktion in Teilen der Westsahara geschehe unter Benachteiligung der lokalen Sahraoui-Bevölkerung. Auch aus Spanien stößt der Vertrag auf wenig Gegenliebe. Der Bauernverband COAG befürchtet, die Verlagerung von Agrarbetrieben nach Marokko könne bis zu 450.000 Arbeitsplätze gefährden.
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