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Die Tuareg-Rebellen haben am Wochenende die bisher größte Stadt im Norden Malis eingenommen und nun Friedensverhandlungen in Aussicht gestellt, während die Junta in Bamako kurz vor Ablauf eines Ultimatums die Wiedereinsetzung der Verfassung ankündigte.
Bereits am Samstag hatten die verbliebenen Verbände der malischen Armee Timbuktu aufgeben müssen. Seit dem Putsch gegen Präsident Amadou Toumani Touré am 21. März hat die Allianz aus der Azawad-Befreiungsfront (MNLA) und der islamistischen Splittergruppe Ansar Dine des früheren Tuareg-Führers Iyad Ag Ghali die bisher größten militärischen Geländegewinne in der seit Mitte Januar andauernden Rebellion verbuchen können. So nahmen die Tuareg-Rebellen allein in der vergangenen Woche die drei wichtigsten Verwaltungszentren der gleichnamigen Regionen Kidal, Gao und Timbuktu ein.
Ein Sprecher der MNLA sagte gegenüber Reuters, dass mit der Einnahme der Weltkulturerbe-Stadt Timbuktu der militärische Vorstoß beendet sei. Man wolle sich nun auf die Konsolidierung der Gebiete konzentrieren, die für die Unabhängigkeit des Azawad genannten Territoriums gefordert werden. Zudem stellte die MNLA Friedensgespräche in Aussicht – und zwar sowohl mit der Regierung in Bamako, als auch mit regionalen Akteuren, wie der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS).
ECOWAS wiederum zeigte sich am Montag zunächst zufrieden über die Zusage der Junta unter Hauptmann Amadou Sanogo, die Verfassung des Landes wieder einzusetzen. Am Freitag hatte die Organisation Bamako mit Isolation und Sanktionen gedroht und einen neuen Verfassungsentwurf, der am Mittwoch vorgestellt worden war, abgelehnt.
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