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In der malischen Hauptstadt scheinen meuternde Truppen einen Militärputsch anzuführen. Das berichten übereinstimmend verschiedene Medien.
So berichtet das Fachjournal Jeune Afrique auf seiner Webseite, dass Truppen, die in der Kaserne Kati nahe der Hauptstadt stationiert sind, im Stadtzentrum von Bamako strategisch wichtige Institutionen besetzt hätten. Darunter seien unter anderem die staatliche Rundfunkzentrale, der Präsidentenpalast sei bereits umstellt und abgeriegelt. Aus der malischen Hauptstadt werden seit Beginn des Tages heftige Gefechte vermeldet.
Ausgangspunkt sei demnach ein Truppenbesuch von Verteidigungsminister Sadio Gassama bei den Soldaten in Kati, 15 Kilometer außerhalb von Bamako, gewesen. Gassama hatte dort über den Kampfverlauf der malischen Armee gegen die Azawad-Befreiungsfront der Tuareg berichtet, als die Stimmung offenbar kippte und der Minister und ein führender General unter dem Steinhagel wütender Soldaten vom Gelände fliehen mussten und sich die Truppen daraufhin in Richtung Bamako in Bewegung setzten.
Die mangelnde Ausrüstung der malischen Armee ist innenpolitisch seit dem Beginn der Kämpfe Streitthema und setzt den scheidenden Präsidenten Amadou Toumani Touré aufgrund ausbleibender Fortschritte immer weiter unter Druck.
Noch ist nicht absehbar, wie weit die Rebellion in den Reihen des malischen Militärs geht. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagten meuternde Truppen, dass es ihnen in erster Linie darum gehe, mehr Waffen und Minition für den Kampf gegen die Tuareg-Rebellen zu erhalten.
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