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Nach der Zerstörung der Weltkulturerbestätten in Timbuktu rückt Mali wohlmöglich wieder auf die Agenda des UN-Sicherheitsrates. Frankreichs neuer Außenminister Laurent Fabius zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zuversichtlich, dass ein neuer Vorstoß zur Entsendung einer bewaffneten Eingreiftruppe zügig angenommen werden könnte.
Ein Resolutionsentwurf zur Lage im westafrikanischen Mali hatte es Mitte Juni nicht auf die Tagesordnung des UN-Sicherheitsrates geschafft. Auch damals hatte sich Frankreich für den Resolutionsentwurf stark gemacht.
Schon seit Monaten bereitet die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) die Entsendung von 3.000-5.000 Soldaten nach Mali vor, unklar blieb bisher stets deren Mandatsfülle und konkreter Auftrag. So warf etwa Alpha Condé, Präsident des Nachbarlandes Guinea, die Frage auf, ob die ECOWAS-Truppen womöglich zusammen mit der mittlerweile abgedrängten Azawad-Befreiungsfront (MNLA) gegen die Islamisten vorgehen könnte.
Die islamistische, Al-Qaida nahe Ansar Dine des Tuareg-Führer Iyad Ag Ghali hatte in der vergangenen Woche offiziell verkündet, die Kontrolle über alle drei großen Städte im Norden Malis erlangt zu haben.
Gao, Timbuktu und Kidal sind die drei urbanen Zentren, die von MNLA-Truppen und der islamistischen Ansar Dine erobert und nun von den Islamisten kontrolliert werden. Beide Gruppen hatten zunächst ein gemeinsames Herrschaftsdokument entworfen, sich dann aber zunehmend voneinander entfremdet.
In Mali hatte die Junta um Hauptmann Amadou Sanogo zwar am 11. April die zivile Macht an den früheren Parlamentspräsidenten Dioncounda Traoré übergeben, behält sich aber weiterhin eine tragende Rolle im Übergangsprozess vor. Innenpolitisch stellt sich die Lage im westafrikanischen Staat derweil weiterhin unklar bis chaotisch dar. Der Präsidentenpalast war im Mai von einem Mob gestürmt worden. Dabei war Interimspräsident Dioncounda Traoré in seinem Büro zusammengeschlagen worden.
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