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Die islamistische, Al-Qaida nahe Ansar Dine des Tuareg-Führer Iyad Ag Ghali hat sich schwere Kämpfe mit der Azawad-Befreiungsfront (MNLA) in Gao geliefert. Bei dem Sturm auf das lokale MNLA-Hauptquartier sollen etwa 20 Menschen ums Leben gekommen sein.
Gao gehört nun neben Timbukto und Kidal zu den drei größeren urbanen Zentren, die von Truppen der Azawad-Befreiungsfront (MNLA) und der islamistischen Ansar Dine erobert und nun von den Islamisten kontrolliert werden. Beide Gruppen hatten ein gemeinsames Herrschaftsdokument entworfen, sich dann aber zunehmend voneinander entfremdet. In den vergangenen Wochen waren Einheiten beider Gruppen in der Stadt Kidal aneinander geraten und lieferten sich Gefechte.
Auch in der größten Stadt im Norden versucht Ansar Dine mit harter Hand ihre Vorstellungen durchzusetzen. Ebenso wie aus Kidal wird auch aus Timbuktu von regelmäßigen Patrouillen einer Art Religionspolizei sowie die Anwendung von Körperstrafen berichtet.
In Mali hatte die Junta um Hauptmann Amadou Sanogo zwar am 11. April die zivile Macht an den früheren Parlamentspräsidenten Dioncounda Traoré übergeben, behält sich aber weiterhin eine tragende Rolle im Übergangsprozess vor. Innenpolitisch stellt sich die Lage im westafrikanischen Staat derweil weiterhin unklar bis chaotisch dar. Ein Resolutionsentwurf zur Lage im westafrikanischen Mali hatte es noch immer nicht auf die Tagesordnung des UN-Sicherheitsrates geschafft.
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