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12.09.2011

Libyscher Botschafter: »Deutschland muss beim Wiederaufbau helfen«


Der neue libysche Botschafter in Berlin Ali El-Kohtany hat im zenith-Interview einen deutlichen deutschen Beitrag beim Wiederaufbau seines Landes gefordert: »Deutschland hat viel Erfahrung beim Wiederaufbau, zum Beispiel nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der Wende. Von dieser Erfahrung wollen wir profitieren«, sagte er.


El-Kohtany betonte, dass Libyen weniger auf Entwicklungsgelder angewiesen ist und sich mehr technische Hilfe erhofft: »Wir haben genügend Geld und brauchen mehr Know-how.« Er hob zum Beispiel den Gesundheitssektor hervor. El-Kohtany ist Arzt von Beruf und betreibt ein Gesundheitszentrum in seiner Heimatstadt Tobruk, das bei den Kämpfen gegen Gaddafi eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Verwundeten spielte.


Währenddessen normalisiert sich langsam die Lage in Libyen. Der Chef des Übergangsrats Mustafa Abdul Jalil besuchte am Wochenende zum ersten Mal nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi die Hauptstadt Tripolis. Dort kündigte er die Wiederaufnahme der Ölproduktion und einen raschen Wiederaufbau der zerstörten Städte an.


Die G8-Staats- und Regierungschefs haben derweil bei ihrem Treffen in Marseille am Wochenende ein Hilfspaket für Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien mit einem Gesamtvolumen von 38 Milliarden US-Dollar verabschiedet, dazu sendeten sie eine klare Einladung an den libyschen Übergangsrat auch am Programm zur Unterstützung des Arabischen Frühlings teilzunehmen.



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