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Der internationale Flughafen von Tripolis hat den Betrieb wieder aufgenommen. Am Dienstag startete eine Maschine der Austrian Airlines, knapp einen Tag, nachdem bewaffnete Milizionäre am Montag das Rollfeld und angrenzende Gebäude gestürmt hatten.
Die Awfiya-Miliz wollte damit nach eigenen Angaben die Freilassung ihres Kommandeurs Abu Ajila al-Habshi erzwingen, den sie im Gewahrsam der staatlichen Sicherheitskräfte wähnten. Mit schweren Waffen war ein Konvoi von etwa 60 Fahrzeugen am Montag auf das Rollfeld gefahren, zwang alle Maschinen, am Boden zu bleiben und legte den Verkehr des internationalen Flughafens komplett lahm. Am Montagabend hatten Polizei- und Armeekräfte mit einem Großaufgebot dann das Gelände wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Dabei sollen bis zu 40 Milizionäre verhaftet worden seien. Eine Maschine der italienischen Alitalia soll durch Salvenfeuer beschädigt worden sein, auch ein Hangar auf dem Gelände soll in Brand gesteckt worden sein. Über mögliche Opferzahlen ist indes nicht s bekannt.
Dennoch bleiben viele Fragen nach dem Vorfall am Montag. Die Nachrichtenagentur Reuters versucht den Hergang der Ereignisse zu rekonstruieren und beruft sich auf Flughafenmitarbeiter. Demnach seien die Angreifer bis zur Stacheldrahtbegrenzung vorgefahren – und hätten diese dann einfach durchschnitten. Die Sicherheitskräfte auf dem Gelände hätten daraufhin die Order bekommen, sich passiv zu verhalten, um eine Eskalation zu verhindern und Passagiere nicht zu gefährden. Ohnehin sei die Flughafensicherheit weder personell noch mit Waffen genügend ausgerüstet gewesen, um den Angriff abzuwehren.
Des Weiteren scheinen auch in den Kommunikationswegen einige Defizite offenbart zu haben. So startete der bewaffnete Konvoi von der Basis Tarhouna – rund 80 Kilometer südöstlich von Tripolis – in Richtung Flughafen. Auf dem Weg dorthin hätte der Trek eine Reihe von Checkpoint – teilweise von verschiedenen Milizen bemannt – passiert. Offensichtlich schien die heranrückende Kolonne jedoch niemandem verdächtig – laut Reuters waren die Flughafenmitarbeiter nicht gewarnt und beim Auftauchen der Miliz völlig überrumpelt worden.
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