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Laut einem Bericht des Wall Street Journals haben Behörden in Libyen und den USA Ermittlungen gegen diverse Unternehmen des Rohstoffsektors aufgenommen. Dabei sollen »finanzielle Unregelmäßigkeiten« in den Verträgen mit der gestürzten libyschen Regierung unter Muammar al-Gaddafi eine Rolle spielen. Welche Vorwürfe genau bestünden, sei nicht bekannt, so der Zeitungsbericht. Abdelmajeed Saad, Vize-Chef der libyschen Staatsanwaltschaft, bestätigte in einem Interview, dass man Dokumente bei der staatlichen Erdölgesellschaft angefragt habe. Betroffen sei auch die Rohstoffhändler Glencore und Vitol Group.
Bereits zuvor hatte die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) von mehreren Unternehmen Dokumente zu ihrem Libyengeschäft verlangt. In einem an die SEC adressierten Dokument sprach der italienische Öl-Gigant Eni von möglichen Verstößen gegen amerikanische Korruptionsbestimmungen. Gleichzeitig kündigte der Konzern in einem Pressestatement an, Mitte 2012 in Libyen wieder eine Öl-Produktion auf Vorkriegsniveau erreichen zu können.
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