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Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Sommerspiele ist der Nabil al-Alam, Chef des libyschen Nationalen Olympischen Komitees, offenbar freigelassen worden.
Al-Alam war am 15. Juli von bewaffneten Milizen, die sich als Soldaten der libyschen Armee ausgaben, an einem Checkpoint angehalten und verschleppt worden. Seitdem fehlte von ihm jegliche Spur, öffentlich hatte sich niemand zu der Entführung bekannt. Hinter den Kulissen wuchs in den vergangenem Tagen sowohl seitens der Familie al-Alams als auch des IOC der Druck auf die libyschen Behörden, al-Alam aufzuspüren und freizubekommen.
Am frühen Sonntagmorgen schließlich sei der Funktionär freigelassen worden, wie NOK-Vize gegenüber Reuters bestätigte. Zu den Umständen von Entführung und Freilassung wollten sich die libyschen Behörden indes nicht äußern.
Der frühere Judoka al-Alam leitet seit dem Sturz des Gaddafi-Regimes das Nationale Olympische Komitee des Landes, dem zuvor der älteste Gaddafi-Sohn Muhammad vorstand. Bei den 30. Olympischen Sommerspielen, die vom 27. Juli bis zum 12. August 2012 stattfinden, treten libysche Athleten im Judo, Gewichtheben, Schwimmen und in den Leichtathletik-Disziplinen Marathon und 100-Meter-Lauf an.
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